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Suicidal Angels: Dead Again (Review)

Artist:

Suicidal Angels

Suicidal Angels: Dead Again
Album:

Dead Again

Medium: CD
Stil:

Retro Thrash Metal

Label: Noise Art Records
Spieldauer: 40:01
Erschienen: 19.11.2010
Website: [Link]

Eines schon mal vorweg: Ich nehme dieser griechischen Band durchaus ab, dass sie mit Herzblut bei der Sache ist und die Jungs ihre Musik mit Überzeugung so spielen, wie sie es für richtig halten. Weiterhin finde ich es völlig legitim, falls man auch als Konsument Spaß mit diesem Album hat.

Ich selbst hingegen finde den auf „Dead Again“ dargebotenen Thrash Metal absolut überflüssig. Dabei ist das Fehlen jeglicher Innovation nicht mal das allergrößte Problem, sondern vor allem der Mangel an hörenswerten Song-Ideen. Bei der einen oder anderen Passage mag das Imitieren diverser 80er-Thrash-Ikonen durchaus Charme haben („Bleeding Holocaust“, „Violent Abuse“), aber spätestens ab der Album-Mitte stellt sich dann akute Langeweile ein, da eigentlich jeder Song auf einem abgestandenen SLAYER-Riff basiert und sich sämtliche Refrains im x-fachem Chor-Gebell des jeweiligen Song-Titels erschöpfen. Hinzu kommt ein trockener, druckloser und unnütz auf alt getrimmter Sound.

Die bereits seit einiger Zeit dahinplätschernde Welle von Retro-Thrash-Bands versucht den Geist von 1986 wieder heraufzubeschwören, indem sie die Riffs, den Sound und sogar das Outfit ihrer großen Vorbilder bis ins Detail nachahmt. Allerdings haben sich die Zeiten nun mal geändert und deswegen gerät diese Retro-Attitüde letztlich zur sinnentleerten Folklore-Veranstaltung. Warum versuchen diese spieltechnisch beschlagenen Musiker nicht, den von ihnen so verehrten Musik-Stil weiter zu entwickeln und andere Einflüsse sinnvoll zu integrieren, anstatt Vergangenes eins zu eins zu kopieren? Das haben schließlich SLAYER und Konsorten damals schließlich auch nicht getan und eben deswegen waren/sind sie so wichtig.

FAZIT: Das Problem der SUICIDAL ANGELS ist, dass sie auch auf „Dead Again“ zu keiner Sekunde nach den SUICIDAL ANGELS klingen und diesen Makel noch nicht einmal mit durchgehend gutem Songwriting ausgleichen können. Da nützt auch Engagement und spielerisches Können nichts. In Hinblick auf die musikalische Substanz können auf jeden Fall sämtliche Kopisten den aktuellen Alben von FORBIDDEN, HEATHEN, EXODUS usw. nicht das Wasser reichen.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 3846x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • Damnation
  • Reborn In Violence
  • Bleeding Holocaust
  • The Trial
  • Suicide Solution
  • Beggar Of Scorn
  • Victimized
  • Violent Abuse
  • The Lies Of Resurrection
  • Search For Recreation
  • Dead Again
  • Final Dawn

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Erik H.
gepostet am: 22.11.2010

User-Wertung:
6 Punkte

Dass ich mal ein Review vom Oger loben muss... ;-) Nun ja, ein mal ist immer ein erstes Mal. Gehört wie Helloween, Atlantean, Scorpions, Avantasia, Accept und diesem ganzen Retroscheiß zu den Flops des Jahres.
Oger [Musikreviews.de]
gepostet am: 22.11.2010

Wobei es sich bei den meisten von dir aufgezählten Bands immerhin um Originale handelt, nicht um mäßige Kopien. Zumindest bei Atlantean Kodex, Scorpions und Helloween sehe ich die Sache auch deutlich anders als du. Trotzdem Danke für die Blumen... ;-)
Garp
gepostet am: 11.02.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Der heutige Metal ist nur weinerlicher Emo-Müll.Wer innovative Musik will,muß sich in einer anderen Szene umsehen.Metal-Kids sind/waren nie Musik-Kritiker und hören nur Musik,die knallt!Und das tu ebend S.A.
Wenn Schlayer ,Mulattica,Sepultura nich mehr können oder wollen-Freie Fahrt für gute Kopisten!(is überall so)
her(r)hier
gepostet am: 16.12.2011

bullshit,das Album ist überhaupt keine billige Slayer kopie.Ich habe selten so eine Energie, Präzesion gehört(vom Instumentalen Standpunkt) und die Riffs sich überhaupt nicht markant für Slayer, ich finde sie total innovativ,ausgefeilt und das Album wird auch nicht Langweilig.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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