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The Gar: The Gar (Review)

Artist:

The Gar

The Gar: The Gar
Album:

The Gar

Medium: CD
Stil:

Alternative/Garage Rock/Psychedelic

Label: Maybe Mars
Spieldauer: 46:56
Erschienen: 17.03.2009
Website: [Link]

Diese Rezension ist Teil unseres China-Specials. In den nächsten Monaten werden wir Euch haufenweise Bands aus dem fernen Osten präsentieren, die bei uns in Deutschland noch niemand kennt. Am Ende erwartet euch ein großes Feature über die chinesische Rock- und Metal-Szene, das wir mit dem einen oder anderen Interview ergänzen werden.

Seit 2007 existiert dieses Trio aus Peking und kann schon auf eine ganze Reihe von Auftritten zurückblicken, wobei der Auftritt im „D-22“ während eines Wohltätigkeitskonzerts für die Opfer des Sichuan-Erdbebens im Jahre 2008 als ein Höhepunkt angesehen werden kann.

THE GAR brachten 2009 ihr selbsbetiteltes Debüt heraus und spielen Alternative mit deutlichem Hang zum Garage Rock der psychedelischen Phase der späteren Sechzigerjahre. Zu Herzen gehende Melodien legen sich über ein dezent krachendes Fundament. Die Harmonien sind einfach, versprühen aber einen frischen Charme, den man von vielen westlichen Band derselben Spielart nicht gewohnt ist. Die Zutaten sind vielfältig, ergeben aber ein homogenes und einfach zu fassendes Ganzes: Melodischer Punk trifft auf Post-Rock-Flair, simplen, mitunter schrammelnden, Gitarrenrock und die ätherische Gesangsmelodienverliebtheit, wie sie von Shoegaze-Vertretern der neueren Schule gelebt wird (KLIMT 1918). THE GAR lieben das Lärmen und Herumrödeln mit ihren Gitarren genauso, wie akustische Träumereien und einfache Stücke mit einprägsamen Melodien.

„Turn on the music, open the self, kill yourself“, so heißt es auf der MySpace-Seite der Band. Aus unserer westlichen Wahrnehmung heraus scheint das für eine chinesische Band eine rebellische Einstellung darzustellen und zusammen mit den davonfliegenden Vögeln auf dem Frontcover ein Streben nach Veränderung und Freiheit. Wie weit das nun auf THE GAR tatsächlich zutrifft, kann nur ein Interview klären, doch scheint es einleuchtend, dass im fernen Osten Musik noch einen deutlich revolutionäreren Charakter aufweist, als in der überwiegend satten westlichen Musikwelt.

FAZIT: THE GAR spielen melodischen Garage Rock mit psychedelischer Schlagseite und melancholischen, oft mehrstimmigen Gesangsarrangements. Sehr exotisch mutet das nicht an, doch tragen einige fremdartige Harmonien und der chinesische Gesang dazu bei, dass THE GAR aus der Masse an Musik, die man sich Tag für Tag anhört, doch ein wenig hervorstechen.

Nils Herzog (Info) (Review 2724x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Sea Birds
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Besetzung:

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