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The Graviators: The Graviators (Review)

Artist:

The Graviators

The Graviators: The Graviators
Album:

The Graviators

Medium: CD
Stil:

Occult Hardrock / Doom

Label: Record Heaven / Transubstans Records
Spieldauer: 60:55
Erschienen: 24.09.2010
Website: [Link]

So also klingt es, wenn schwedische Musiker den BLACK SABBATH wieder einläuten! Schnell werden die Erinnerungen wach, an eine Band, die mit ihrem charismatischen Frontmann OZZY OSBOURNE Musikgeschichte schrieben, die ihr Ozzy später mit Dreck bewarf, indem er sich zu einem multimedialen Clown entwickelte, der sich zuhause rund um die Uhr filmen ließ und der ganzen Welt zeigen musste, was für ein abgewrackter Idiot er geworden ist.

Diese Gefahr besteht bei den Schweden bestimmt nicht, da ihre Musik im Hier und Heute vielleicht noch die Fans von BLACK SABBATH erreicht, aber garantiert nicht mehr für solches Aufsehen sorgen wird, wie die Ozzy-Mannen vor über 40 Jahren. Mag das nun daran liegen, dass die vier Jungs zu sehr ihren Vorbildern nacheifern bzw. die musikalische Neuzeit sich nicht mehr an den hart rockenden Ergüssen von Musik-Dinosauriern orientiert, die musikalisch und textlich ihre Teufelsbeschwörungen zum Besten geben.

Bereits nach dem ersten Hördurchgang wird einem klar, dass Abwechslung nicht das Aushängeschild der GRAVIATORS ist. Die lassen es lieber durchgängig krachen – ähnlich wie die doomlastigen Metal-Bands zu Urzeiten. Keine Frage, jeder Titel lässt den in die Jahre gekommenen Fan in Erinnerungen schwelgen. Sogar die Produktion scheint sich an den frühen 70ern zu orientieren. Nur muss man wirklich jeden Song, egal ob kurz oder lang, nach einem ganz ähnlichen Strickmuster aufbauen? Fette Gitarrenwände treffen auf Brutalo-Gesang, der allerdings durchaus zu beeindrucken vermag, treibendes Schlagzeug und sich ewig wiederholende Refrains, die von einem, sich immer wieder ähnelnden Gitarren-Solo abgelöst werden, während der Bass vor sich herwummert. Doch während BLACK SABBATH auf jedem ihrer Alben viele überraschende Momente einbauten, fehlen die bei „The Graviators“ gänzlich. Auch textlich wird hier außer ein paar okkulten Ausflügen de facto nichts Aufregendes geboten. Wenn das Album überhaupt ein Konzept hat, dann ist es die Rückbesinnung auf alte Helden, ohne eine neue Eigenständigkeit zu entwickeln.

Allein ein Titel wie „Juggernaut“ schleppt sich als Longtrack fast 8 Minuten in unzähligen Wiederholungen dahin, um dann am Ende auch noch ausgeblendet zu werden. „Shapes To Babylon“ ist dagegen das melodiöseste Stück, in dem sich die GRAVIATORS etwas zurück nehmen. Vielleicht wäre das eine gute Empfehlung auch für eventuell folgende Alben. Manchmal ist etwas weniger doch viel mehr.

FAZIT: Hard Rock trifft auf Doom, trifft auf Okkult, trifft auf die herbstliche Finsternis schwedischer BLACK-SABBATH-Anbeter. Lasst uns die Särge öffnen und alle musikalischen Zombies während der Walpurgisnacht begrüßen. Musikalische Umrahmung: THE GRAVIATORS!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 3667x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Keep ‘Em Coming
  • Strom Of Creation
  • Back To The Sabbath
  • Juggernaut
  • Shapes Of Babylon
  • Mountain Man
  • Saturnus ‘84
  • She’s A Witch
  • Roller
  • Planet Gone

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Ron 157
gepostet am: 06.12.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Wow, was ein Verriss! Hab die Band live gesehen vor Saint Vitus - und sie waren der Hammer!! Und ich find die Scheibe geil, alle Stonerfqns sollten ein Ohr riskieren, die Band hat es sowas von verdient!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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