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Amaranthe: Amaranthe (Review)

Artist:

Amaranthe

Amaranthe: Amaranthe
Album:

Amaranthe

Medium: CD
Stil:

Modern Power/Melodic Death Metal

Label: Spinefarm Records
Spieldauer: 43:03
Erschienen: 29.04.2011
Website: [Link]

AMARANTHE mischen Melodic Death Metal und Power Metal. Ganz neu ist die Idee auch nicht. In der Konsequenz, wie die Schweden es tun, erlebe ich es aber auf ihrem selbstbetitelten Debut zum ersten Mal.

Es wird natürlich versucht, die recht unterschiedlichen Einflüsse stimmig zu vereinen. Die Problematik des Ganzen wird noch dadurch verstärkt, dass der Power Metal symphonisch angehaucht ist. Gelegentlich bekommt er auch noch so ein paar Tunes mit, wie man sie von MACHINAE SUPREMACY kennt. Was sich hier in der Theorie schon so anhört, als würden viele Köche (Genres) möglicherweise den Brei verderben, findet auch in der Praxis seine Bestätigung.

Dabei ist keineswegs alles schlecht, was AMARANTHE kompositorisch auspacken. Gerade die melodisch-symphonischen Power-Metal-Abschnitte mit ihren ohrwurmartigen Harmonien und den catchy Refrains wissen zu gefallen. Die Melo-Death-Anteile bringen zwar Variation in die Songs, die dadurch auch eine leicht progressive Note bekommen, aber es passt leider alles nicht so richtig zusammen. Wenn nach einem mitreißenden Power-Metal-Höhepunkt plötzlich Screamer Andy den Gesang übernimmt, stellen sich mir abrupt die Nackenhaare auf, weil er oft wie ein kompletter Fremdkörper wirkt.

Es gibt etliche Stücke, die viel Potential offenbaren, aber eben keine klare Linie haben. Bzw., eine klare Linie haben sie schon, indem eben Melo-Death und Power Metal in der Absicht moderner musikalischer Innovation zusammengefügt werden, doch es kommt so nicht beim Hörer an. AMARANTHE sollten einen Teil ihres Konzepts über Bord werfen, wenngleich sie damit ihre jetzige Identität verlieren. Doch Fakt ist, dass diese Leute Musik machen können, Songs mit Potential schreiben können, aber ihr Talent in einem kruden Mix vergeuden. Denn handwerklich gibt es – abgesehen von den harschen Vocals, die mehr unterer Durchschnitt sind – nichts zu bemängeln. Besonders den Gesang von Elize finde ich beeindruckend, während der immerhin schon einschlägig bekannte Jake E. Berg, der für die cleanen männlichen Vocals verantwortlich zeichnet, zwischen der starken Sängerin und dem komischen Screamer ein bisschen untergeht.

FAZIT: Ungewöhnliches Album mit guten Ansätzen, aber Ideen, die so nicht stimmig funktionieren. Sollte es jemand geben, der unbedingt eine Mischung aus symphonisch-melodischem Power Metal mit interessanten Hooks und ziemlich seelenlosem Melodic Death Metal ohne Akzente hören will, hat er in "Amaranthe" das perfekte Album vor sich. Das ganze soll wohl moderner melodischer Metal sein. Etwas weniger modern wäre ungleich besser.

Steffen (Info) (Review 4645x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Leave Everything Behind
  • Hunger
  • 1.000.000 Lightyears
  • Automatic
  • My Transition
  • Amaranthine
  • Rain
  • Call Out My Name
  • Enter The Maze
  • Director's Cut
  • Act Of Desperation
  • Serendipity

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Jan
gepostet am: 13.05.2011

Ich finde es doch recht amüsant, wie sich auf einigen Review-Seiten die Metalheads über diese Platte und ähnliche zerreißen.
Mensch es ist einfach nicht euer Genre Jungs; ihr seid mit anderem Geröhr aufgewachsen und dass Amaranthe in euren Ohren wie Pop klingen ist kein Wunder. Ich finde sie haben ihr Ding gut umgesetzt, auch wenn es wirklich mehr nach einem 'Produkt' als nach einer Art 'Selbstverwirklichung' klingt. Gut hörbar ist es allemal und die ersten acht Tracks haben durchgehend ein hohes Niveau, wenn man mit den Synthies und Pop-Elementen gut klar kommt.
Für reine Metalheads ist die Platte dagegen definitiv nichts, das ist eher eine Art "Space-Rock" xD
STEFAN
gepostet am: 24.11.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Absolut geil find ich diese CD. Macht echt Laune, speziell wenn man die Lucy mal voll aufdreht.

So oder so ähnlich wird sich Melodic Metal in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Drei verschiedene Gesangsstimmen hat man auch nicht alle Tage. Daumen hoch!
Andreas
gepostet am: 23.08.2012

User-Wertung:
13 Punkte

Ich find den Misch aus Power und Melodic Death erfrischend gutlaunig. Hab bei der Scheibe einfach tierisch viel Spaß :). Die Refrains erinnern stilistisch hier und da aber schon etwas an Refrains, die man mit 30+ Jahren aus Dancefloor Song der 90er kennt. Und auch die mag ich, verklagt mich doch ;)
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