Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Baton Rogue Morgue: High End Of The Season (Review)

Artist:

Baton Rogue Morgue

Baton Rogue Morgue: High End Of The Season
Album:

High End Of The Season

Medium: CD+DVD
Stil:

Melodic Groove Metal & Hardrock

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 46:33 (CD) + 25:00 (DVD)
Erschienen: 17.10.2009
Website: [Link]

Eigentlich kaum zu glauben, dass diese Band aus Finnland noch so gut wie unbekannt ist, schließlich besteht sie schon seit sieben Jahren, in den sie bereits fünf Alben herausgebracht hat. Die allerdings alle in Eigenregie - warum weiß nach dem Anhören von "High End Of The Season" nur der Geier.

Auf dem Gruppenfoto mit Damen nach dem Motto 'Möpse und Motoren' machen BATON ROGUE MORGUE (Achtung: nicht verwechseln mit den amerikanischen AORlern um Kelly Keeling mit dem kürzeren Namen) nämlich nicht zu Unrecht auf dicke Hose. Allerdings kann die Optik des schwerstens tätowierten Gitarristen Domino De La Rogue mit ZZ TOP-Bart und Zack-Wylde-Pose auch ein wenig irreführen, denn arg so räudig oder in Richtung Biker/Southern Metal, wie man dadurch denken könnte, geht der Fünfer nicht. Gerade der Gesang überrascht schon beim eröffnenden Abgeh- und Vorzeigetrack "Hellride" mit seinem hochmelodischen Timbre, der aber auf dem Album eine äußerst gute Symbiose mit den vielzähligen kernigen Gitarrenriffs eingeht. Vor allem hat die in ein schickes und professionelles Digipak (ohne Booklet) gehüllte CD mit ihrem 80er-Hadrock & Melodic-Metal-Fundament bei Songs wie dem ebenfalls extrem eingängigen und modern anmutenden "Deliverance" einiges von DANKO JONES mit weniger Großmaul, und die Gladbacher MOTORJESUS wären ebenfalls ein ziemlich passender Tourpartner für die fünf Rocker aus Porvoo.

Wenn diese melodisch schwungvoll und mit ACCEPT-Riff vom "Massacre Of St. Valentine's Day" singen, klingt das nicht nur makaber, sondern halt auch verdammt cool. Mit "Helter Skelter" (kein BEATLES-Cover) wird es dann etwas kräftiger, auch beim Gesang, alleine durch den obergroovigen Refrain aber nicht weniger klasse.
Wow, das waren gleich mal vier klar Volltreffer, die einen zur Repeat-Taste locken. Und die späteren Songs sind zwar nicht mehr ganz so markant, aber ebenfalls ausnahmslos gut. Die wieder modern-melodischen "Serpent Eyes" und "Body For Business" sind erneut sehr massenkompatibel, "Dead Man's Song", "Love Among The Ruins" und "Lid Nailed Down" glänzen spätestens durch die Gitarren, während das auf deutsch eingezählte "Built To Burn" eine noch dickere Sleaze- und Rotzkante aufweist und der Gesang zum Ende noch mal richtig böse wird. Das bedächtig in der Heimatsprache vor sich hin schunkelnde Sauflied "Viinoja Tuomasta" ist dann nicht mehr ganz so relevant.

Der CD liegt noch eine DVD mit fünf ziemlich professionell gemachten Videos bei, darunter drei ältere Songs inklusive eines POISON-Covers als Live-Version. Die Clips findet man gänzlich übrigens auch bei YouTube, wodurch sich jeder von der Klasse von BATON ROGUE MORGUE (die derzeit eine kleine Tour in den USA durchziehen mit Abschluss im Whisky a Go-Go auf dem Sunset Boulevard in Hollywood) selbst ein Bild machen kann. Nach dem Genuss u.a. von "Hellride" in Tarantino-Optik gilt es die CD auf der Homepage der Band einzusacken.

FAZIT: Ein coole und entspannte Mischung aus groovigem Modern Hardrock und 80er-Melodic-Metal. Von finnischer Bedrücktheit und Tristesse keine Spur, hier wird locker-flockig gerockt. Die perfekte Beschallung für die anstehende Bier- und Grillsaison, aber auch äußerst geeignet für den verrauchten Clubgig.

Lars Schuckar (Info) (Review 4799x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Hellride
  • Deliverance
  • Massacre Of St. Valentine's Day
  • Helter Skelter
  • Serpent Eyes
  • Body For Business
  • Dead Man's Song
  • Love Among The Ruins
  • Lid Nailed Down
  • Built To Burn
  • Viinoja Tuomasta
  • -
  • DVD:
  • Hellride
  • Massacre Of St.Valentines Day
  • Look What The Cat Dragged In (live)
  • Finger On The Trigger

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!