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Boy Hits Car: Stealing Fire (Review)

Artist:

Boy Hits Car

Boy Hits Car: Stealing Fire
Album:

Stealing Fire

Medium: CD
Stil:

Rock / Alternative

Label: Swell Creek / Soulfood
Spieldauer: 64:02
Erschienen: 18.03.2011
Website: [Link]

Der Name weckt schlimmste Assoziationen zur Befindlichkeitsmusik suizidaler Dekadenzjugendlicher beziehungsweise amerikanischer Middleclass-Prolls mit gleichzeitigem Anspruch aufs Schlüpferstürmen, aber nein: BOY HITS CAR sind nicht erst seit gestern eine gute Adresse, wenn es um teils fast schon retrospektiven Alternativrock geht. SUBLIME oder natürlich FAITH NO MORE jedenfalls tun sich als stimmige Vergleiche durchaus auf.

"Move with Me" vermischt Orientalisches mit Geslappe zum treibenden Quasi-Opener mit Hymnenrefrain. "A Madness Calles Love" drückt modern auf die Synapsen, während "One Kiss Away" auch von einer der unsäglichen Neo-Grunge-Gruppen geboten werden könnte, wären die nicht fast ausnahmslos dem Kitsch und allgemeiner Experimentierfurcht anheimgefallen. Wie um selbiges zu widerlegen, spielt "It's Alright" mit der Dynamik. BOY HITS CAR bekunden den Großmut typisch breitbeiniger US-Rocker, halten die Haxen aber eben zusammen.
"Rhythmical Gestures" - man glaubt es kaum - ist ein überlanger Viertelstündler, wiewohl mit lärmigen Redundanzen, der dann doch aufzeigt, dass die Gruppe sich nicht allzu weit in die Gefilde von beispielsweise THE MARS VOLTA begeben sollte. Muss sie auch gar nicht.

Der Titeltrack ist ein Übersong mit Aussicht auf einen festen Platz im bandeigenen Konzertprogramm oder dem Formatradio, und "Embrace" spielt erneut mit östlicher Melodik, überführt selbige aber ebenso wie "Dreams" in ein Modern-Rock-Umfeld. Berechenbar? Vielleicht, aber nur im Ansatz und in der Hinsicht, als dass BOY HITS CAR auf das mittlere Wort ihres Namens bedacht sind - und was kann daran eingedenk lesenswerter Texte sowie einer musikalisch bestechenden Performance schon falsch sein?

FAZIT: Wenn ihr es nicht ohnehin bereits besser wisst (die Gruppe ist in entsprechenden Kreisen immerhin ein bunter Hund), dann bringt BOY HITS CAR bitte nicht mit ähnlich klingenden Bandnamen und der dahinterstehenden akustischen Unerträglichkeit in Verbindung. "Stealing Fire" steht eindeutig für eine zeitgemäßere und damit auch nicht gänzlich tückenlose (die fast schon klischeeträchtige Epik und einstweilige Versonnenheit) Version des ursprünglichen Crossover-Sounds der Nineties. Nur in letzter Konsequenz schrecken BOY HITS CAR zugunsten der Allgemeinverträglichkeit vor allzu abgründigen Experimenten zurück.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3768x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Intro (Lfpe)
  • Move with Me
  • A Madness Calles Love
  • One Kiss Away
  • Stealing Fire From the Sun
  • Embrace (for Its Myself I Need Strength Against)
  • Dreams (of Foreign Metabolic Circumstance)
  • Eager Tempos)
  • It's Alright
  • Erifsievol
  • Metaphwhore
  • The Eagle & the Hawk (& Dagull)
  • She Ran Away
  • Rhythmical Gestures

Besetzung:

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