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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Gallows Pole: Waiting For The Mothership (Review)

Artist:

Gallows Pole

Album:

Waiting For The Mothership

Medium: CD
Stil:

Classic Psychedelic Prog Hard Rock

Label: Pure Rock Records
Spieldauer: 45:09
Erschienen: 02.09.2011
Website: [ Link ]

Gallows Pole: Waiting For The Mothership

Seit rund 30 Jahren sind die Wiener GALLOWS POLE aktiv – Asche auf mein Haupt, dass ich mit diesem Bandnamen bislang allerdings ausschließlich eine Power-Metal-Combo aus dem Ruhrpott assoziiert habe.

Anders als ihre (Ex-)Namensvettern haben sich diese GALLOWS POLE allerdings einem gänzlich anderen Sound verschrieben: Warmer, erdiger und stellenweise düsterer Classic Rock mit zahlreichen weiteren Einflüssen sind das Trademark des Quintetts, das vor allen Dingen mit zwei großen Pluspunkten auftrumpfen kann: Zum einen ist das die Stimme von Alois Martin Binder, die angenehm warm klingt, aber zu keiner Zeit kraftlos ist und hier und dort auch einen nachdrücklichen Ton annimmt. Und das sind zum anderen die oft perlenden Gitarren, die die „schwebende“ Stimmung dieser Scheibe perfekt herausstreichen, die aber auch mal satt braten können.

Musikalische Vorbilder sind sicherlich LED ZEPPELIN, NAZARETH, URIAH HEEP, vielleicht auch PRAYING MANTIS, vermischt mit einigen genrefremden Einflüssen – der auf den ersten Hör krude anmutende Mix aus Rock, Prog, Kraut, Psychedelic, Space und Blues erschließt sich allerdings mit jedem Hördurchgang mehr und mehr. Es dürfte kaum eine andere Band dieses Genres geben, die ihre stilistischen Grenzen so auslotet und doch stets im passenden Kontext bleibt: Düster-schleppend wie im Opener „Old Man Cry“, satt-stampfend wie im Titeltrack oder hypnotisch-melodisch wie in „Do You Remember“ – Stadionrock trifft hier auf die DIRE STRAITS. Freilich ohne jegliches kommerzielle Anbiedern.

FAZIT: „Waiting For The Mothership“ ist nicht leicht konsumierbar. Es braucht einige Durchgänge, ehe man das düster-verspielte Konzeptalbum versteht. Dann allerdings bohren GALLOWS POLE sich ganz tief in die Gehörgänge ein. Die reduzierte Produktion mit ihrer warmen Grundstimmung passt bestens zu der Musik - hier darf jedes Instrument noch so klingen, wie es klingen soll.

Lothar Hausfeld (Info) (Review 1927x gelesen, veröffentlicht am 18.09.2011)
(4 Leser-Kommentare vorhanden)

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Old Man Cry
  • Return to Paradise
  • Waiting for the Mothership
  • Do you remember
  • Area 51
  • A Big Mistake
  • The Universe will understand
  • Mothership is coming

Besetzung:

  • Bass - Alois Martin Binder
  • Gesang - Alois Martin Binder, Elsko
  • Gitarre - Hannes Fusel Bartsch, Alois Martin Binder
  • Keys - Günther Steiner
  • Schlagzeug - Michael Haderer

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
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Kommentare
jack daniels
gepostet am: 18.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

sehr gutes review. stimme vollinhaltlich zu.
Classicrockfan
gepostet am: 19.09.2011

User-Wertung:
15 Punkte

gutes Album,toller sound,vor allem der letzte song Mothership is comming ist schon den kauf wert......
Markus27
gepostet am: 19.09.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Danke für den Denkanstoss !

Habe mir gerade das zweite Mal die Hörproben reingezogen und muß sofort kaufen gehen. Wird anscheinend zu einem meiner Favoriten. Super Konzept Jungs ! ( und Dame )

Übrigens, coole Seite !

Markus
HansJuergen
gepostet am: 19.09.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Da ist euch wohl ein Fehler passiert?!?!
NIE UND NIMMER SIND DAS ÖSTERREICHER!!!
Könnt ihr mir nicht weismachen - bin schliesslich seit 30 Jahren im Musikbusiness..
Ich wette einen Kasten Bier: Solche Nummern und so einen Sound bringen nur Engländer zustande.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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