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DNA Group: Performs Red Hot Chili Peppers (Review)

Artist:

DNA Group

DNA Group: Performs Red Hot Chili Peppers
Album:

Performs Red Hot Chili Peppers

Medium: CD
Stil:

Jazz covert Rock

Label: MIG (Made In Germany) Music
Spieldauer: 66:29
Erschienen: 26.11.2012
Website: [Link]

Der Kreative lebt nicht allein von seiner Kunst – dieser Leitsatz gilt heute eindeutiger denn je, und diesbezüglich wundert es nicht, dass ausgefuchste Jazzer ein auch von Pop-Fans nachvollziehbares Programm auf die Beine stellen, so geschehen im Fall der DNA GROUP, die – nomen est omen – auf diesem Album Stücke der amerikanischen (Ex-)Funkrock-Helden RED HOT CHILI PEPPERS interpretieren.

Das Rezept gestaltet sich relativ einfach: Die Grundstrukturen bleiben erhalten, während die Bläser Gesangsmelodien adaptieren und die Rhythmusgruppe einstweiliges Stil-Hopping betreibt, gleich im eröffnenden „Can't Stop“ etwa mit einem Reggae-Groove vor virtuoser Saxofon-Improvisation. „Otherside“ klingt ein wenig nach sachter Americana, doch die Solospots im Mittelteil verwandeln es nachgerade in eine Eigenkomposition wie die kurzen „Mood“-Zwischenspiele. „Breaking The Girl“ dekonstruiert man zunächst zum Walking-Bass-Bopper (klasse Tieftöner: Sebastian Hoffmann von COUNTER WORLD EXPERIENCE), doch auch hier kehrt man zumindest andeutungsweise zum hittigen Ausgangspunkt zurück.

Vor allem Gitarrist Uhlmann, der schon zahlreiche Soul- und Funk-Größen begleitete („The Adventures Of Rain Dance Maggie“ ist genau seine Kragenweite), ragt bei diesem niemals trivialen Cover-Unterfangen heraus. Er ist es, der gemeinsam mit Bandleader Milzow, dessen Sax-Urschreie unter die Haut gehen, neue Facetten aus den Kompositionen kitzelt („Hump The Bump“ erkennt man kaum mehr) und dadurch umso nachdrücklicher daran erinnert, welch Fabelhafte Songwriter dahinterstecken. Klassiker wie „Suck My Kiss“ – hier in heavy schmatzender Fassung – oder das ewige „Under The Bridge“ würden aber auch auf einer Pferdekopfgeige gespielt funktionieren.

FAZIT: „Performs Red Hot Chili Peppers“ ist eine würdevolle und spielkulturell hochklassige Verneigung vor einer Band, die mit ihrem neuerdings allzu freundlichen Indie Pop weit weniger aufregend ist als ihre frühere Musik. Die DNA GROUP lässt die Brillanz der Vorlagen noch einmal aufblitzen, meidet aber billiges Bierzelt-Nachspiel-Terrain und dürfte selbst die Jazzpolizei überzeugen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2776x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Can't Stop
  • Otherside
  • Slow Mood
  • Breaking The Girl
  • Beauty
  • Californication
  • The Adventures of Rain Dance Maggie
  • Hump De Bump
  • Suck My Kiss
  • Fast Food
  • Soul To Squeeze
  • Kingcrop
  • Under The Bridge

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Wille Pinnau
gepostet am: 19.11.2012

User-Wertung:
15 Punkte

Danke, Andreas!
Eine sehr treffende und kompetente Analyse. ...und dann noch sehr positiv! Ich hoffe, ein paar Musikliebhaber werden zum reinhören animiert.
Wille
P.S.: Ich hoffe, es wirkt nicht unanständig, wenn der Produzent (natürlich befangen) die Höchstwertung gibt ;-)
Andreas
gepostet am: 19.11.2012

Danke für die Blumen - bekommt man hier selten :)
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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