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Hell:on: Age Of Oblivion (Review)

Artist:

Hell:on

Hell:on: Age Of Oblivion
Album:

Age Of Oblivion

Medium: CD
Stil:

Thrash Metal

Label: Total Metal Records
Spieldauer: 44:02
Erschienen: 03.09.2012
Website: [Link]

Nanu, gibt es etwa auch einen Metalförderfonds? Zumindest ist das Inlay der CD mit Logos von einem guten Dutzend Magazinen und Initiativen gepflastert, die hier offenbar Aufbauhilfe Ost in Sachen Thrash geleistet haben. Spätestens seit Victor Smolski ist auch in Deutschland bekannt, dass Musiker aus der ehemaligen Sowjetunion keine Nachhilfe in Sachen Spieltechnik benötigen. So dürfte sich die Unterstützung der Sponsoren vor allem auf das Besorgen des Backkatalogs von TESTAMENT und OVERKILL beschränkt haben. HELL:ON folgen diesen beiden Bands auf Schritt und Tritt nach und bieten somit eine ordentliche Bandbreite an Geschwindigkeiten, Leads und Arrangements. Als kleinere, harmlose Experimente gehen vereinzelte Keyboardeinsätze sowie die Gang Shouts samt Edvard Grieg-Zitat bei „Punk Guys“ durch. Im Fall des Schlusstracks wird das orchestrale Element in Verbindung mit eigenen, urwüchsigen Melodien zum fetten Pluspunkt. Thrash mit mystischer Atmosphäre und Chören wäre ein Alleinstellungsmerkmal für die Ukrainer.

HELL:ON schielen davon abgesehen aber konsequent zur Frisco Bay und können im Vergleich mit ihren Vorbildern nur den kürzeren ziehen. Handwerklich und produktionstechnisch solide gemachter Stahl bedeutet im Metalbereich eben nur Durchschnittskost. Konkret fehlt es an einem musikalischen Soßenbinder, der den Songs einen längerfristigen Nährwert verleihen könnte. Zu den fehlenden Aha-Momenten gesellt sich die Tatsache, dass Brüllbär Alexandr Baev Gewinner des diesjährigen Chuck Billy-Gedächtnispreises für monotone Gesangsleistungen ist. Spannende Vocals klingen definitiv anders. Dazu passt, dass auch Entwicklungshelfer Jeff Waters' (ANNIHILATOR) Solo zu „My Doll“ erstaunlich uninspiriert vor sich hinquietschpfeift.

FAZIT: Mehr gibt es hier nicht zu sagen. „Age Of Oblivion“ ist ein sehr amerikanisch klingendes Album, das sich wunderbar nebenbei hören lässt, aber keine Akzente setzen kann. Aufhorchen lassen immerhin das epische Finale und der „Ihr Memmen!“-Chorus in „Voices Of The Abyss“ (Misheard Lyrics des Jahres!).

Joe A. (Info) (Review 2868x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Disaster
  • Bottom Line
  • Rise
  • Let it Feed
  • My Doll
  • Punk Guys
  • Emptiness
  • Burn
  • In The Name Of...
  • Voices Of The Abyss
  • Satan

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
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