Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Jan Gerfast Trio: Electric Blues Power (Review)

Artist:

Jan Gerfast Trio

Jan Gerfast Trio: Electric Blues Power
Album:

Electric Blues Power

Medium: CD
Stil:

Bluesrock

Label: Grooveyard
Spieldauer: 73:40
Erschienen: 04.05.2012
Website: [Link]

Dieser schwedische Veteran dürfte nur Insidern des blauen Genres bekannt sein. Auf dieser langen Compilation gefällt der Mann mit klassischer Besetzung und einem Stil zwischen Clapton und Hendrix. Spannend, nicht wahr?

Die Feindbilder des „echten, authentischen“ Handwerkers bleiben dieselben („MTV“ mit enervierendem Sprechgesang), nicht aber die Glaubensmaximen, denn das textreiche „Hallelujah“ räumt mit allzu gottgläubigen Mädchen auf. „Stranded“, „Longing For The Woods Back Home“ und „F’n Up The Blues“ sind coole Schleicher mit schmatzender Gitarre, denen die Trio-Besetzung sowie eine transparente Produktion zugutekommen. GERFAST versteht sich auf minimalistische Arrangements: Ein Riff, ein Rhythmus reichen zumeist, und dass der Mann eine sympathische Stimme beziehungsweise auch abseits sinnbefreiter Blues-Klischees etwas zu sagen hat, ist auf diesem zugegebenermaßen nicht sonderlich einfallsreich betitelten Album ein weiteres Plus.

Wohlgemerkt: Die Aufnahmen stammen aus dem weiten Zeitraum zwischen 1991 und '95, teilweise („Tell Me“ etwa und das unnötige, viel zu lange „Voodoo Child“) auch von Konzerten, und was dies betrifft, ist der geschlossene Charakter von „Electric Blues Power“ bemerkenswert. „I Can’t Resist You“ steht CREAM sehr nahe, und mit der Trilogie „The Stereo Distorted“ gibt es zumindest eine Überraschung anzumerken. Der erste Teil stellt eine Ballade im Singer-Songwriter-Stil dar, die Mittelpassage ist zum virtuosen Fiedeln gedacht, und das Ende bietet eine Minute lang fies übersteuerten Lärm.

FAZIT: „Electric Blues Power“ ist wenig originell, sieht man vom im Vergleich zum Gros der Blues-Riege geradezu jungenhaften Gesang von JAN GERFAST ab. Darüber hinaus ist der Schwede ein kundiger Gitarrist und durchschnittlicher Songschreiber, der zumindest Hardlinern einen Hör wert sein darf. Neuerungen sucht man bitte anderswo, aber dem Zahn der Zeit bereits jetzt getrotzt zu haben, stellt immerhin auch eine Leistung dar.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4506x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • MTV
  • Stranded In Hell
  • Hallelujah
  • F’n Up The Blues
  • Second Coming
  • Looking For Adventure
  • Longing For The Woods Back Home
  • Tell Me
  • I Can’t Resist You
  • Shake Rattle N’Roll
  • Everything’s Gonna Be Fine
  • The Stereo Distorted – I
  • The Stereo Distorted – II
  • The Stereo Distorted – III
  • Voodoo Child

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!