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Ne Obliviscaris: Portal Of I (Review)

Artist:

Ne Obliviscaris

Ne Obliviscaris: Portal Of I
Album:

Portal Of I

Medium: CD
Stil:

Progressive Extreme Metal

Label: code666
Spieldauer: 71:40
Erschienen: 11.06.2012
Website: [Link]

Stilistische Wundertüten sind doch etwas Feines, und dieser Meinung sind offenbar auch die sieben Australier von NE OBLIVISCARIS. Diese beschränken sich nicht einfach nur auf die metallischen Genres wie (Melodic) Death, Black, Thrash, Doom oder Prog, sondern lassen auch stilfremde oder gar exotische Elemente in ihr Klanggut einfließen.

In den häufig die Zehn-Minuten-Marke überschreitenden Songs kommt somit auch Jazz, Folk, Flamenco, Ambient, Post Rock, Soundtrack und Klassik zum Zuge - letzteres logischerweise auch bedingt durch Violinist Tim Charles. Der fiedelt allerdings nicht nur herkömmlich und melodisch mit dem Bogen über die vier Saiten, sondern entlockt dem am Unterkiefer klebenden Ding gerne auch experimentelle und zuweilen Recht bizarre Töne.

Obwohl... Songs? Vielmehr sind die langen, mit ausgedehnten Instrumentalpassagen gespickten Kompositionen wie kleine Geschichten, Abenteuer aus Klängen, das Treiben in den Ozeanen der Kreativität, ein Blick in das bunte Kaleidoskop der Emotionen, ein Austesten der musikalischen Möglichkeiten, und all das stets mit Sinn, Verstand und sicherer Orientierung, auch auf fremdem Terrain.

Es wäre ein schier endloses Unterfangen, einzeln auf die sieben Stücke einzugehen, denn jedes ist für sich ein buntes Gesteck an überschäumendem Ideenreichtum, Teil für Teil mit perfektionistischer Präzision und fein aufgelöstem Kunstverständnis zusammengestellt - für den Hörer ist das eine ungemein spannende Sache, denn der darf sich hier fühlen, als sei er der Leser einer ereignisreichen Geschichte, die in sieben vor Details berstenden Bänden erzählt wird.

Produziert, abgemischt und gemastert wurde das weit über 70 Minuten lange Kunstwerk übrigens von Jens Bogren, der bereits für OPETH, DEVIN TOWNSEND, IHSAHN und KATATONIA grandiose Arbeit geleistet hat und auch hier seinen guten Ruf untermauert.

FAZIT: Musik als Kunst? NE OBLIVISCARIS haben es verstanden.

Chris Popp (Info) (Review 4423x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Tapestry Of The Starless Abstract
  • Xenoflux
  • Of The Leper Butterflies
  • Forget Not
  • And Plague Flowers The Kaleidoscope
  • As Icicles Fall
  • Of Petrichor Weaves Black Noise

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Neurocean
gepostet am: 17.07.2013

User-Wertung:
15 Punkte

Ein Kommentar zu diesem Album ist längst überfällig.

Besser kann extremer Progressive Metal nicht mehr werden!

Weniger als 15 Punkte = Blasphemie :)
Mensch
gepostet am: 10.11.2018

User-Wertung:
15 Punkte

Höre es grad wieder mal nach ein paar Wochen Pause und bin sofort wieder geflasht. Habe es insgesamt bestimmt mehr als 100 mal gehört. Dieser Mix aus Abwechslung, Härte und Schönheit bringt mich fast zum weinen. Das Album ist einfach unglaublich.

Auch den cleanen Gesang finde ich sehr passend, könnte vielleicht einen Tick lauter gemischt sein. Die Passagen mit parallelem Clean-/Guttural-Gesang mag ich sehr. Sind auf dem Nachfolger leider kaum noch vorhanden.

Keine Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Bridge-Refrain-Langweil-Songstrukturen, die gerade die Abwechslung und Faszination ausmachen. Deshalb nichts für Metal-Charts-Hörer, aber man wird wird ohne Ende belohnt. Extremer Prog-Black-Metal der Spitzenklasse.

Muss man kennen.
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