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Spylown: Depth (Review)

Artist:

Spylown

Spylown: Depth
Album:

Depth

Medium: CD
Stil:

Grindcore / Crustcore

Label: Heimathome Records
Spieldauer: 37:57
Erschienen: 11.05.2012
Website: [Link]

Humor bei der Innenausrichtung beweisen sie ja. Im Coverinneren ist eine im Look alter Fotografie gehaltene Aufnahme eines getroffenen Kriegsschiffs zu sehen, und in der Wasserfläche vor dem qualmenden Wrack schwimmen vergnügt ein Biber und eine Quietscheente.

Kurz vor Ladenschluss, auf „Dead Pigs“, meint man, diesen Humor dann auch musikalisch ausformuliert zu hören. Die ungewöhnlich lebhaften, fast lustigen Interferenzen der Gitarre lassen darauf schließen. Sonst bleiben SPYLOWN mit ihrem zweiten Album der humorlosen Grind- und Crust-Schiene treu, verwechseln die Humorlosigkeit dabei aber ein ums andere Mal mit Pointenlosigkeit.

Vornehmlich in Midtempo-Wassern tauchen sie, verlassen diese nur für einige demonstrative Ausflüge ins Geballer, errichten erst eine feste Basswand ohne Durchlass und lehnen daran Gitarren- und Stimmkrach, mit dem offensichtlichen Ziel, zu demonstrieren, dass die Wand auch heftigsten Einwirkungen standhält – wie ein Lackverkäufer auf einer Automesse. Doch genauso gedrängt fühlt man sich dazu, dem Verkäufer seine Ware abzunehmen. Man möchte eigentlich nicht, aber irgendwie passt es ja schon in die Garage… oder?

Monotonie hat oberste Priorität – aus ihrer einen Stimmlage lässt sich die Gitarre nicht locken (vom Schreimann ganz zu schweigen), so viel steht fest. Nun ist Monotonie ja die Mutter der Detailsuche, und es gibt viele großartige monotone Bands, bei denen die Suche nach den Details einen Heidenspaß macht. „Depth“ ist dazu aber leider – ausgerechnet - nicht tief genug. Die Gewässer sind trübe und aufgewühlt, doch abgesehen von rostigen Metallteilen eines zerfallenden Wracks ist darin auch mit Anstrengung nur wenig zu finden. Es fehlt die marode Atmosphäre, etwas, das über reines Nachspiel von Standards hinausgeht. Etwas Derartiges lässt sich bei keinem der zwölf Stücke verspüren, gleichwohl auch keines direkt zu Würgereflexen führt. Einzig „Inside“ hat seinen Reiz, aber wieder aus anderen Gesichtspunkten heraus – es ist das spielfreudigste, abwechslungsreichste Stück unter vielen Langweilern. Und dann marschieren auch schon die toten Schweine auf und sorgen immerhin dafür, dass sich hier summa summarum keiner zu ernst nimmt.

FAZIT: Trocken, mechanisch, kopfschmerzaktiv. „Depth“ ist von Sperrigkeit und Eintönigkeit geprägt und verlässt sich zu sehr darauf, dass daraus schon irgendwie etwas entsteht. Tut es auch, in diesem Fall aber leider eher schmuckloser Genreschnitt.

Sascha Ganser (Info) (Review 1481x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 5 von 15 Punkten [?]
5 Punkte
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Tracklist:
  • Pentagrammic Antiprism
  • Why
  • Corrosive
  • A Place To Be Taken
  • You Can't See The Best Of Me
  • Step By Step
  • The Paper God
  • Give Me The Truth
  • Refused, Even The Noise
  • Inside
  • Dead Pigs
  • Nothing

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Depth (2012) - 5/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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