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Strangers: Rise And Fall (Review)

Artist:

Strangers

Strangers: Rise And Fall
Album:

Rise And Fall

Medium: CD
Stil:

Heavy Rock

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 63:17
Erschienen: 27.01.2012
Website: [Link]

STRANGERS begannen als Coverband und nahmen sich damals Songs von BLACK SABBATH, GUNS N ROSES oder MOTÖRHEAD vor. Als sie begannen, eigene Songs zu schreiben, blieben sie der Schiene treu und mischten Hard Rock mit Heavy Metal. Nun haben sie ihr zweites Album "Rise And Fall" am Start.

Ob der Sound nun letztendlich mehr Hard Rock oder mehr Heavy Metal ist, kann man schwer sagen. Ich neige dazu, es als sehr energievollen Heavy Rock zu bezeichnen. Ähnlichkeiten zu MOTÖRHEAD sind sicherlich vorhanden, aber als Nachahmer kann man STRANGERS wirklich nicht bezeichnen. Die Geradlinigkeit der Konstrukte mag gleich sein, doch variieren STRANGERS bei den Hooklines mehr. Eine kräftige Rhythmusarbeit, ziemlich präsente Basslines, knackige Riffs und gut erarbeitete Höhepunkte bestimmen die Stücke, die zumeist gut ins Ohr gehen und deren Refrains oft einen hymnischen Charakter haben.

"Strange Life", "Yourself", "Hard Way", "Different Battledays", "Love Song" (ein Liebeslied der besonderen Art!) und "We Sold Our Souls" sind die Stücke, die bei mir am besten punkten, doch STRANGERS halten insgesamt ein gutes Songwriting-Niveau. Die ultimative Vielfalt erwartet einen bei den 13 Tracks vielleicht nicht, doch im Rahmen ihrer stilistischen Möglichkeiten bemühen sich die Jungs aus Sachsen-Anhalt um Abwechslung und leisten sich dabei auch keinen Ausfall. Wer auf eingängige, straighte, energievolle Heavy-Mucke steht, findet hier viele Ohrwürmer zum Mitgrölen und Mitrocken. Die dynamische Marschroute, die ich auch am ehesten mit Bands wie MOTÖRHEAD, CHROME DIVISION oder GUN BARREL vergleichen würde, beherrschen STRANGERS gut und reichern sie in den richtigen Momenten mit melodischeren Elementen oder Tempoveränderungen an, um soundlich etwas zu variieren und sich nicht komplett in das Dirty-Rock-Korsett pressen zu lassen. Ein wenig Punk fließt bei manchen Songs auch noch mit ein, und zweimal kann man leichte Anleihen bei RUNNING WILD vernehmen.

Ganz zum Ende hin fallen die Sachsen-Anhalter dann doch einmal komplett aus ihrem selbstgesteckten Rahmen: Mit etlichen Tempo- und Rhythmuswechseln sowie sich mehrfach verändernden Intensitäten wird bei "The Loner" eine unerwartete Vielschichtigkeit samt emotionalen Einlagen ausgepackt und das über eine Spielzeit von satten zehn Minuten. Der Song ist zwar keiner meiner Favoriten, er zeigt aber auf, dass STRANGERS doch auch komplexere Songwritingkunst umsetzen können.
Handwerklich gibt es gar nichts auszusetzen. Alle Musiker machen einen prima Job. Mir gefällt dabei besonders gut, dass Sexer nicht versucht, gesanglich Lemmy oder anderen Sängern des Genre nachzueifern, sondern einfach das Raue seiner eigenen Stimme ausdrucksstark und dynamisch zum Ausdruck bringt. Zur Musik passt der Gesang astrein, auch wenn man sich manchmal noch etwas mehr Variablität wünscht.

FAZIT: Energiereiche, geradlinige und eingängige Heavy-Mucke, die zudem noch etwas abwechslungsreicher ist, als bei manchen Genrekollegen. Eine wirklich gute Vorstellung, die STRANGERS hier mit ihrem Zweitwerk abliefern.

Steffen (Info) (Review 2038x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Only The Gods
  • Strange Life
  • The Curse Of The Black Pearl
  • Yourself
  • Hard Way
  • About Rise And Fall
  • All For One
  • Different Battledays
  • Love Song
  • Holy Ghost
  • We Sold Our Souls
  • Till The End
  • The Loner

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Coola
gepostet am: 11.02.2012

tolle musik....kann man nicht anders sagen!
daumen hoch!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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