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Amaranthe: The Nexus (Review)

Artist:

Amaranthe

Amaranthe: The Nexus
Album:

The Nexus

Medium: CD
Stil:

Pop Metal

Label: Spinefarm/Universal
Spieldauer: 42:30
Erschienen: 22.03.2013
Website: [Link]

Seit Tagen denke ich darüber nach, woran mich „The Nexus“, Album Nummer zwei der schwedisch-dänischen Combo AMARANTHE, erinnert. Endlich ist es mir eingefallen: Lothar Matthäus. Ähnlich wie beim fränkischen Dampfplauderer könnte man als Überschrift zu AMARANTHE wählen: Hier ist die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat. Oder wahlweise könnte man auch Querverweise zum Daewoo Nexia ziehen. Das ist zwar auch ein Auto, mit dem man letztlich von A nach B kommt – das also seinen Zweck einigermaßen erfüllt –, doch das innen fast ausschließlich aus Billigplastik besteht. So ist es auch mit „The Nexus“: Hier gibt’s zwar auch Musik zu hören – doch klingt das alles nach Billigplastiksound, dass sich der Musikliebhaber mit Grauen abwendet.

Wie schon auf dem Debüt gibt es auf „The Nexus“ komplett harmlosen, modernen „Metal“, der die Brücke zwischen IN-FLAMES- und SONIC-SYNDICATE-beeinflusstem Melodic Death und poppigen Melodien á la ABBA schlägt. Mal ehrlich – wieso ist so ein Sound so erfolgreich? Wieso gucken sich dreieinhalb Millionen Menschen auf Youtube einen Videoclip der Band an? Das können doch nicht nur Katastrophentouristen sein.

Die zwölf Songs auf „The Nexus“, die allesamt zwischen 3:04 und 3:12 Minuten lang sind und somit durchaus ein elementares Grundkriterium einer 08/15-Styling-und-Casting-Produktion aufweisen, sind über und über mit süßlich-klebrigen Melodien versehen, die sich auf eine absolut hinterfotzige Art und Weise und trotz unerbittlicher Gegenwehr des Kritikers im Hirn breitmachen. Das liegt vor allen Dingen an Sängerin Elize Ryd, die den Großteil der Vocals bestreitet und beweist, warum sie bei Projekten wie Timo Tolkkis AVALON oder als Backgroundsängerin bei KAMELOT derzeit schwer gefragt ist. Bei AMARANTHE wirkt ihr Talent eher vergeudet, insbesondere im Zusammenspiel mit den beiden weiteren Sängern Andy und Jake E, die für die „harten“ (hüstel) Parts und Growls zuständig sind, macht sich Mitleid breit angesichts der musikalischen Nullsubstanz, die hinter den Songs steckt.

FAZIT: 08/15-Stakkato-Riffs, ultrasimples Drumming, das manches Mal die Grenze zum diskokompatiblen Dancefloorsound überschreitet, furchtbar klebrige und unverschämt süße Melodien, eine bis zum Erbrechen totproduzierte Sterilität – „The Nexus“ wäre vermutlich eine ordentliche Popscheibe, wenn man sich nicht selber auf die Fahnen schreiben würde, ins Metal-Segment einsortiert werden zu wollen. Bis auf die Sängerin ist an AMARANTHE alles entbehrlich. Wie bei Lothar Matthäus: Bei dem ist bis aufs Kicken auch alles entbehrlich. Vielleicht sollte man „Loddar“ mal mit Elize Reide bekannt machen. Ins Beuteschema des testosterongesteuerten Ex-Fußballer würde die AMARANTHE-Frontdame wohl passen…

Lothar Hausfeld (Info) (Review 4618x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 4 von 15 Punkten [?]
4 Punkte
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Tracklist:
  • Afterlife
  • Invincible
  • The Nexus
  • Theory Of Everything
  • Stardust
  • Burn With Me
  • Mechanical Illusion
  • Razorblade
  • Future On Hold
  • Electroheart
  • Transhuman
  • Infinity

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 26.03.2013

Das können die doch nicht wirklich ernst meinen?
Assaulter
gepostet am: 27.03.2013

Der Erfolg liegt zum Teil wohl einfach daran, dass die Band sehr gut mit Kamelot befreundet ist und deswegen ein paar Mal mit auf Tour konnte.
mmm
gepostet am: 29.03.2013

User-Wertung:
13 Punkte

lasse schreiben und reden was se wollen.

Platte ist gut und live war die Band klasse.
Kreativ ist es allemal in der Richtung, dass es so etwas bisher in der Form nicht gibt. Und abnutzen tut es sich auch nicht, sondern wächst nach jedem Durchlauf, auch das Debutalbum.

Fanfreundlich war man nach dem Gig am Merchandising-Ständen komplett vertreten und hat alles gesigned und Fotos mit Fans gemacht. Vorbildlich!
Weia...
gepostet am: 15.04.2013

User-Wertung:
13 Punkte

.."Mag ich nicht, ist also doof." Ja, das nennt man jetzt also "Review". Die Sänger haben, auch live, jedoch sehr wohl stimmliche Qualität zu bieten und die Musik ist durch die Bank solide bis teilweise sehr gut konzipiert und umgesetzt. Ich könnt mich auch hinsetzen und Verrisse für Bushido, die Kastelruther Spatzen und Amon Amarth schreiben. Aber wozu? Eh nicht mein Geschmack, hör ich sowieso nicht. Wie sollte ich dazu also irgendwas fundiertes Beitragen.
summer
gepostet am: 22.05.2013

User-Wertung:
14 Punkte

ich respektiere die meinung der anderen, aber die scheibe wird wahrscheinlich unter der 10 besten in 2013. manchmal braucht man auch solche Musik, die einfach zu verdauen ist oder...?
Neurocean
gepostet am: 11.02.2014

Nein, eigentlich nicht.
DeadPenguin
gepostet am: 25.04.2014

User-Wertung:
12 Punkte

Mir hat das Album extrem gut gefallen! Grade die Kombination aus Pop und Metal-Sounds ist für mich weniger 08/15, als die immergleiche Rumpelmucke andere Bands. Besonders "The Nexus" und "Future on Hold" fand ich besonders gut!
PeterPeisel
gepostet am: 12.05.2016

Also... Ich kenne das Album nicht. Aber Metal trifft auf ABBA-Harmonien... Das klingt doch ziemlich lustig.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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