Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Axel Rudi Pell: Live On Fire (Review)

Artist:

Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell: Live On Fire
Album:

Live On Fire

Medium: CD
Stil:

Melodic Metal

Label: SPV/Steamhammer
Spieldauer: 108:04
Erschienen: 25.03.2013
Website: [Link]

Achtung - nicht von der Lilie im Coverartwork auf die falsche Fährte leiten lassen. "Live On Fire" ist nicht von STRATOVARIUS, die die Lilie bekanntermaßen als Bandsymbol verwenden, sondern AXEL RUDI PELLs dritte Live-Veröffentlichung seit 2008. Nach "Live Over Europe" und "One Night Live" nun also "Live On Fire" - wittert hier jemand Fanabzocke? Braucht man wirklich schon wieder Konzertmitschnitte vom Bochumer Guitar Hero? Na klar, werden Axels Fans unisono zustimmen - und haben damit nicht Unrecht, denn "Live On Fire" ist ein wertiges Package.

Zur Besprechung lag aber leider nicht die DVD vor, sondern lediglich die Doppel-CD, die das Konzert vom 18. Oktober 2012 in der Kölner Essigfabrik in voller Länge zu bieten hat. In voller Länge heißt in diesem Fall knapp zwei Stunden und dreizehn Songs. Wobei auch vier Medleys dabei sind, die es alleine schon auf eine Länge von fast 53 Minuten bringen. Auf der DVD-Version gibt es zudem noch den Auftritt vom Rock Of Ages-Festival im Juli letzten Jahres, dessen Setlist aber recht ähnlich ist. Außerdem gibt es ein Interview sowie eine Homestory mit dem Maestro und den Clip zu "Hallelujah". Alles zusammen gibt es auch in einer Box, die ein Poster und einen Tourpass als Goodies hat und limitiert ist - auf 5.000 Stück weltweit. Was der Fan sich kauft, ist klar. Wer dagegen lediglich wissen will, wie AXEL RUDI PELL und seine Band derzeit auf der Bühne so drauf sind, muss sich entscheiden, ob er nur hören oder auch gucken will - wohl wissend, dass es besser aussehende Bands gibt.

Aber wenige, die melodischen Metal live so gut rüberbringen, wie der Ausnahmegitarrist und seine Kumpanen. Und so ist "Live On Fire" dann auch ein Genuss für die Anhänger gefühlvollen Gitarrenspiels - dass Pell seinem Idol Ritchie Blackmore schon lange das Wasser reichen kann, dürfte allgemein bekannt sein. Und dass seine Begleitband ihr Handwerk mehr als nur versteht, weiß und hört man. Gut, Johnny Gioelis Standardansagen, die gerne auch mal etwas pathetischer ausfallen, mag man mit einem Schmunzeln hinnehmen, das macht er mit seinem Gesang aber locker wett. Leichte Unsicherheiten am Anfang zeigen, dass hier nichts groß overdubbed wurde, aber kaum warm gesungen, gehört er zu den besseren Dio-Soundalikes. Drumtier Mike Terrana und Tastenchef Ferdy Doernberg dürfen ihr Können in Soli präsentieren - das mag man überflüssig finden, ist aber eben auch Standard im Genre.

Neben den tollen Medleys - auch hier gilt: muss man nicht mögen, kann man aber und ich finde es gut - ist Axels ziemlich grandiose LED ZEPPELIN-Hommage "Circle Of The Oath" das Highlight des Auftritts. Mit "Ghost In The Black" und "Before I Die" gibt es zwei weitere Songs vom aktuellen Album, ansonsten gibt es ein reines Best Of-Programm, in dem auch LED ZEPPELINs "Whola Lotta Love" und DEEP PURPLEs "Mistreated" eingearbeitet werden. Soundmäßig gibt es nix zu mäkeln - naturgemäß klingt die Sache etwas dünner, wenn Axel soliert, da keine begleitende Rhythmusgitarre den Raum ausfüllt - und man hört deutlich, dass es sich hier um echte Liveaufnahmen handelt.

FAZIT: "Live On Fire" ist natürlich kein kommendes Referenzwerk in Sachen Live-Veröffentlichungen, aber eine ordentliche Momentaufnahme, die eine eingespielte Band zeigt, die gute bis sehr gute Songs performt. Stellt sich nur die Frage, warum man nicht in Bochum, sondern in Köln aufgenommen hat. Immerhin haben AXEL RUDI PELL die Zeche auf der letzten Tour an drei Abenden hintereinander ausverkauft. Da war die Stimmung bestimmt besser, als beim bekanntermaßen etwas reserviert wirkenden Publikum in der Domstadt - Gänsehautstimmung hört man auf "Live On Fire" keine.

Andreas Schulz (Info) (Review 3401x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Guillotine Suite (Intro)
  • Ghost In The Black
  • Strong As A Rock
  • Before I Die
  • The Masquerade Ball / Casbah / Dreaming Dead / Whole Lotta Love / Dreaming Dead
  • Drum Solo
  • Mystica / Mistreated / Mystica
  • Oceans Of Time
  • Circle Of The Oath
  • Fool Fool
  • Keyboard Solo / Carousel / Jam / Carousel
  • Tear Down The Walls / Nasty Reputation
  • Rock The Nation

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!