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Duskmachine: Duskmachine (Review)

Artist:

Duskmachine

Duskmachine: Duskmachine
Album:

Duskmachine

Medium: CD
Stil:

Thrash-/ Power Metal

Label: Massacre Records
Spieldauer: 47:19
Erschienen: 26.07.2013
Website: [Link]

Joe Comeau (LIEGE LORD, ANNIHILATOR) ist ein musikalischer Weltenbummler. Da passt es, dass er sich 2010 mit DUSKMACHINE einem inzwischen internationalen Act angeschlossen hat. Dessen andere Mitglieder Randy Black (PRIMAL FEAR) und Russell Bergqvist (Ex-ANNIHILATOR) sind zwar ebenfalls keine unbeschriebenen Blätter, und die Ursprünge der Band liegen in Berliner Proberäumen und nicht in der Castingschublade eines Musikmanagers. Doch ist Comeaus Organ derart markant und die Songs so auf die Darbietung der lebenden Speed Metal-Legende aus Rochester ausgerichtet, dass er das prägende Element auf dem ersten Album dieser Besetzung ist und seine wackeren Mitstreiter bisweilen zu Staffage werden lässt.

So ist die Frage, wie sehr man Comeaus Gesang mag, entscheidend für das Gefallen an „Duskmachine“. Positiv bleibt zunächst festzuhalten, dass er sich auch in modernere Thrash- und Power Metal-Spielarten mit Leichtigkeit einfindet und einen überzeugenden Job abliefert. Viele Stücke könnte man als eine Weiterführung des ANNIHILATOR-Stils bezeichnen, häufige Doublebasseinsätze sorgen für vielfache Abfahrten, die spielerisch souverän und von einer professionellen Produktion unterstützt gemeistert werden. Wenn es, wie bei „Escaping“, mal etwas grooviger wird, lassen MACHINE HEAD grüßen. Auch Comeau wechselt dann gerne auf Sprechgesang.

Leider verharren die meisten Titel dann auch im vorher beschriebenen oberen Mittelfeld. Das kompositorische Manko von DUSKMACHINE sind die Riffs, die nicht gerade durch Einfallsreichtum glänzen. Oft scheint für gewisse Passagen der erstbeste Einfall für ausreichend befunden worden zu sein. Denn gerade in Momenten, die man glaubt, schon hundert Mal gehört zu haben, schlägt die Stunde des Joe Comeau: Dann wird gefiept, geröhrt, gerülpst und performt, wie es wohl nur er in diesem Genre macht. Gerade im Kontrast zur Musik übertreibt der gute Mann es für meinen Geschmack aber des Öfteren. Das Scat-Solo in „Endless“ erinnert an einen Metal McChicken und ist eher lächerlich als hart.

Eine dicke Überraschung hat das letzte Drittel des Albums zu bieten: „My Empty Room“ ist eine mit Cello und Klavier veredelte, fantastisch arrangierte Ballade, die mit ihrem süß-herben Charakter perfekt zum diesmal etwas zurückhaltenden Gesang passt. Bevor kurz darauf ein Schrei Marke „Nervenheilanstalt, geschlossene Abteilung“ den letzten Doppelpack eröffnet...

FAZIT: Musikalisch bleibt „Duskmachine“ fehlerfrei, entwickelt über weite Strecken aber wenig Profil. Da die ruhigen Passagen allerdings überzeugen können, wäre es eine feine Sache, die Vielseitigkeit von Herrn Comeau in dieser Richtung mehr zu fordern.

Joe A. (Info) (Review 2725x gelesen, veröffentlicht am )

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10 Punkte
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Tracklist:
  • I Feel No Pain
  • Bloodshed
  • Endless
  • Duskmachine
  • Dying In My Skin
  • Conquer All
  • Dripping
  • My Empty Room
  • Hands Of Fate
  • Escaping

Besetzung:

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