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Enforcer: Death By Fire (Review)

Artist:

Enforcer

Enforcer: Death By Fire
Album:

Death By Fire

Medium: CD
Stil:

Heavy Metal

Label: Nuclear Blast / Warner
Spieldauer: 35:42
Erschienen: 01.02.2013
Website: [Link]

Neben RAM, IN SOLITUDE und PORTRAIT gehören auch ENFORCER zur Speerspitze der NWoSHM - das haben auch Nuclear Blast erkannt und die Band unter Vertrag genommen. Das erste Album für den Branchenprimus ist das dritte des Quartetts, das inzwischen in Stockholm angesiedelt ist. Wo die anderen drei Bands sich in der Hauptsache am europäischen Heavy Metal der 80er orientieren, blicken ENFORCER eher über den großen Teich und klingen etwas amerikanischer.

Zwar hört man in den Soli und vereinzelten Leads, dass ENFORCER auch die von IRON MAIDEN aufgestellten Gitarrengesetze befolgen, ansonsten ist man aber eher auf der Speed-Metal-Schule alter Helden wie EXCITER oder AGENT STEEL unterwegs. Gesanglich - und hier unterscheidet man sich deutlich von den anderen Schwedenkapellen - ist man weder auf der Falsett-Schiene des Diamantenkönigs unterwegs, noch stand hier Rob Halford Pate. Der helle, aber nicht zu hohe Gesang würde stattdessen auch gut zu einer Hardrock- oder Sleazeband passen. Auch hier ist der Eindruck also eher amerikanisch. Dem Stil entsprechend klingt "Death By Fire" schön unmodern, besonders der blubbernde Basssound ist ziemlich gelungen.

Perfektes Futter also für den Oldschool-Metaller? Im Grunde genommen schon. Zwar hat man nie den Eindruck, hier etwas zu hören, was man bislang noch nicht kannte, aber dank der Spielfreude und des schnörkellosen Songwritings macht "Death By Fire" ziemlich viel Spaß. Dem Intro mit Klavier und Glockenschlägen folgen direkt zwei rasante Speed-Granaten mit starken Soli, das Tempo wird danach nur marginal gedrosselt, dafür ist "Mesmerized By Fire" noch ein bisschen melodischer. Das nach düsterem Einstieg losgaloppierende "Take Me Out Of This Nightmare" hat den eingängigsten Refrain, mir "Crystal Suite" hat man ein wohlklingendes Instrumental eingespielt, das sich auch ohne Gesang prima einfügt. Ins Stutzen gerät man bei "Sacrificed", denn irgendwo her scheint man den Refrain zu kennen. Es erscheint zwar unwahrscheinlich, dass "Wizard's Crown" vom BLIND GUARDIAN-Debüt hier Pate stand, die Ähnlichkeit ist aber nicht zu überhören. Die Zweiteilung des nächsten Songs "Silent Hour / The Conjugation" ist schon im Titel erkennbar, der erste Teil ist weniger rasant und erinnert an IN SOLITUDE, der zweite wiederum instrumental. Und am Ende tritt der Teufel das Gaspedal nochmal ins Bodenblech.

"Death By Fire" behandelt in den Texten übrigens verschiedene Möglichkeiten, zu Tode zu kommen und ist ganz bewusst nur knapp 36 Minuten lang. Denn auf eine Vinyl-Platte passen ohne Qualitätsverlust pro Seite nur 19 Minuten Musik, weshalb sich ENFORCER auch genau auf diese Länge beschränken. Wem das zu wenig ist, der hört "Death By Fire" einfach wieder von vorne.

FAZIT: Ob nun ENFORCER, IN SOLITUDE, PORTRAIT oder doch RAM die beste der schwedischen Oldschool-Truppen sind, hängt einzig und allein vom persönlichen Geschmack ab. ENFORCER jedenfalls heben sich stilistisch ein bisschen stärker ab und haben mit "Death By Fire" ein cooles Album eingespielt, das zumindest ein bisschen mehr Rock'n'Roll-Spirit atmet, als die aktuellen Alben der Konkurrenz, die eigentlich keine ist, denn alle Bands haben ihre Daseinsberechtigung und jede für sich macht hartmetallischen Spaß.

Andreas Schulz (Info) (Review 3332x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Bells Of Hades
  • Death Rides This Night
  • Run For Your Life
  • Mesmerized By Fire
  • Take Me Out Of This Nightmare
  • Crystal Suite
  • Sacrificed
  • Silent Hour / The Conjugation
  • Satan

Besetzung:

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