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Queensrÿche: Queensrÿche (Review)

Artist:

Queensrÿche

Queensrÿche: Queensrÿche
Album:

Queensrÿche

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Century Media/EMI
Spieldauer: 35:09
Erschienen: 21.06.2013
Website: [Link]

Bitte beachtet auch unser QUEENSRŸCHE Massen-Review unter den Kolumnen!

Nach dem Ausstieg von Geoff Tate und der mehr als unwürdigen Schlammschlacht im Anschluss, gab es im April bereits ein musikalisches Lebenszeichen des ehemaligen Sängers nebst Mietmusikern, das dem letzten regulären QUEENSRYCHE-Album qualitativ kaum nachstand, sprich nahezu unhörbaren, belanglosen Schrott enthielt.

Nun legt der Rest der Band nach, verstärkt um den ehemaligen CRIMSON GLORY-Fronter Todd La Torre, der bereits live seine Klasse bei der Interpretation von QUEENSRYCHE-Klassikern unter Beweis stellen konnte.

Trotzdem durfte man angesichts der im Vorfeld bereits veröffentlichten Stücke kritisch sein. Sowohl "Redemption" als auch "Fallout" gehen zwar als solide Vertreter durch, sind aber – vom Gesang abgesehen – ein gutes Stück entfernt von früheren Qualitätsstandards. Was man als Fan in solchen Fällen eigentlich erhofft, aber selten eintritt, ist hier tatsächlich einmal der Fall. Fast alle noch unbekannten Songs auf "Queensryche" übertreffen die beiden Vorab-Songs und erfüllen die hochgesteckten Erwartungen.

Nach dem von den Sprachsamples her an "NM156" erinnernden Intro "X2" geht es mit "When Dreams Go To Die" ebenfalls im "Warning"-Fahrwasser gleich zünftig los. Die balladeske Strophe verbreitet wieder Gänsehaut statt Mitleid, La Torre singt schlicht großartig und der von einem echten Metal-Riff und den typischen QR-Gitarren-Harmonien getragene Refrain lässt keine Wünsche offen. Auf solche Songs hat man streng genommen seit "Promised Land" gewartet. Ein Auftakt nach Maß. "Spore" klingt moderner. Ein hartes, grooviges Prog-Riff bildet die Basis und führt zu einem erneut majestätisch-eingängigen Refrain. Auch bei "In This Light" wartet man vergeblich auf den ersten schwachen Moment. Der von orchestralen Keyboards untermalte Songhöhepunkt hat vielmehr mit das größte Ohrwurmpotential des Albums. Im Anschluss folgt mit "Redemption" eine kleine Atempause, während mit dem flotten "Vindication" fast so etwas wie positive Stimmung verbreitet wird. Ein gelungenes Experiment und ein wirklich guter Song. Mit dem finsteren "Midnight Lullaby" wird "A World Without" eingleitet, das in der Tradition der großen Band-Balladen wie "Road To Madness" oder "Silent Lucidity" steht und mit einem bombastischen Chorus punktet. Sehr stark. "Don´t Look Back" ist dann der einzige "neue" Song, der die Vorab-Beiträge nicht topt und sich dem sich anschließenden "Fallout" qualitativ anpasst. Zum krönenden Abschluss folgt schließlich "Open Road", das erneut getragene, epische Töne anschlägt und die meisten Fans beglückt zurücklassen dürfte.

So weit, so erfreulich. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. Obwohl das Songwriting wieder überzeugt, hapert es massiv am Sound. Über die Ursache kann man nur spekulieren, aber im Endeffekt klingt das Album deutlich übersteuert. Vor allem der Bass knarzt, bei einigen Passagen brummt es aber auch insgesamt gewaltig. Hinzu kommt, dass die Höhen zu weit im Vordergrund stehen und das Schlagzeug bisweilen sehr dünn und künstlich klingt, vor allem die Snare. Schade, auch wenn man sich im Laufe eines Hördurchganges etwas daran gewöhnt.

FAZIT: "Queensryche" zerlegt "Frequency" locker im Vorbeigehen und ist die stärkste Veröffentlichung unter dem QR-Banner seit fast 20 Jahren. Ohne anachronistisch zu klingen, nimmt es Bezug auf die glorreichen Vergangenheit, enthält mindestens fünf Volltreffer und keine Ausfälle. Das Ganze wird garniert mit fantastischem Gesang, einer gesunden Portion Härte, aber leider auch mit suboptimalem Sound. Trotzdem ein insgesamt erfreulich starkes Album. [Album bei Amazon kaufen]

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 4827x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • X2
  • Where Dreams Go To Die
  • Spore
  • In This Light
  • Redemption
  • Vindication
  • Midnight Lullaby
  • A World Without
  • Don't Look Back
  • Fallout
  • Open Road

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Thomas
gepostet am: 16.06.2013

Ist das korrekt? 11 Titel und eine Gesamtlaufzeit von 35 Minuten??
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 16.06.2013

Ja, ist korrekt. Die Songs kommen aber schnell auf den Punkt und die Spielzeit empfindet man darum nicht als zu kurz.
Noch ein Thomas
gepostet am: 21.06.2013

User-Wertung:
13 Punkte

Nach etwa einem Dutzend Durchläufen muss ich zugeben: ich bin begeistert!
Vindication und In This Light sind meine Favs.

Ich freue mich schon auf die Tour im Herbst!
Valmerty
gepostet am: 23.06.2013

User-Wertung:
10 Punkte

Der Sound der CD ist echt nicht besonders. Schlagzeug zu laut, Bass manchmal übersteuert usw. insgesamt alles ein bisschen zu höhenlastig und dünn.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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