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The Delta Saints: Death Letter Jubilee (Review)

Artist:

The Delta Saints

The Delta Saints: Death Letter Jubilee
Album:

Death Letter Jubilee

Medium: CD
Stil:

Americana / Blues / Folk

Label: Dixie Frog
Spieldauer: 45:44
Erschienen: 15.02.2013
Website: [Link]

Der Markt für amerikanische Roots-Musik scheint auch in Europa nicht übersättigt zu sein, denn Dixie Frog sind sich nicht zu schade, einen weiteren leidlich originellen Mitbewerber ins Rennen zu schicken, doch was diesem an Eigenständigkeit fehlt, macht er durch Spielfreude und mit einem ausdrucksstarken Sänger wett.

Finanziell gestemmt wurde dieses Debüt wie von immer mehr Bands in letzter Zeit über Fördermittel freigiebiger Fans, und auch auf der Gratis-Plattform Noisetrade sind THE DELTA SAINTS aus Nashville (man hört ihnen die Herkunft an) umtriebig. Nach zwei EPS und einer Live-DVD begehen sie, wie sie selbst behaupten, erstmals eine längere emotionale Reise. Greg Hommert und Ben Ringel führen den Tross an, ersterer mit saftigem Mundharmonika-Spiel, während der Sänger dank seiner kraftvollen Stimme zum Aushängeschild wird.

Die jungen Männer klingen positiv alt, vor allem während der Singer-Songwirter- und Blues-Momente („Chicago“ mit zusätzlichen Bläsern, das rein akustische Doppel aus „Out To Sea“ und „Jezebel“), wohingegen etwa das forsche Titelstück die Sprache der Jugend spricht: Wechselhaft, Solo-freudig und ungebrochen herzlich gerade im Vortrag des nicht krampfartig auf Southern-Kischees reitenden Textes. Auch der „Boogie“ lehrt den Hörer das Tanzen und rockt tatsächlich, was THE DELTA SAINTS mit „Sing To Me“ fortführen. In seiner Breitbeinigkeit scheint es sogar für Arena-Bühnen geschaffen zu sein, weshalb nicht verwundert, dass manches auf „Death Letter Jubilee“ auch von Hardrockern mit marginaler Blues-Erdung vorstellbar wäre.

Am Ende beherrscht die Combo auch den Funk („Drink It Slow“) und klingt wirklich wie LED ZEPPELIN auf Amerikanische („Devil's Creek“). „Jericho“ indes könnte von einer der jüngeren, wieder traditionellen Scheiben von Joe Bonamassa kommen. Wie gesagt: nicht für fünf Cent eigenständig, aber markant und fiebrig vorgetragen.

FAZIT: In Anbetracht der Jugend von THE DELTA SAINTS möchte man sich kaum ausdenken, wie feierlich und variantenreich die Gruppe Bluesrock, Swamp- und Cajun-Musik in Zukunft darbieten wird. „Death Letter Jubilee“ ist eine professionelle Stilübung, kompositorisch wie produktionstechnisch stark und hörbar ehrlich gemeint. Zielgruppe: Bitte live oder beim Rockpalast testen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2595x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Liar
  • Chicago
  • Death Letter Jubilee
  • Jezebel
  • Boogie
  • Out To Sea
  • Sing To Me
  • Drink It Slow
  • From The Dirt
  • The Devil's Creek
  • River
  • Old Man
  • Jericho

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
BeeMan
gepostet am: 06.07.2013

Emotionsloses Review . Der Schreiber hat definitiv kein Feeling für den Blues.
Rampokker
gepostet am: 30.07.2013

Nicht eigenständig für 5 Cent? Ich gebe dem Schreiberling 5 Cent wenn er erklärt was zum Teufel er damit meint. Erwartet man hier das der Bluesrock neu erfunden wird. Vielleicht muss man erst wieder ein Sub-Sub-Sub-Genre erfinden damit man wieder etwas ganz eigenständig in eine neue Schublade packen kann. Dieses Review gibt den musikalischen Charakter der Band kaum wieder. Da bleibt dem geneigtem Leser nur Eines übrig, sich akustisch einen eigenen Eindruck zu verschaffen - was dieses Review so nutztlos wie die Angaben auf einer Tütensuppe macht. Kosten muss dann einfach Jeder für sich.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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