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Statistiken

Audrey Horne: Pure Heavy (Review)

Artist:

Audrey Horne

Audrey Horne: Pure Heavy
Album:

Pure Heavy

Medium: LP/CD
Stil:

Classic Rock/Hardock

Label: Napalm/Universal
Spieldauer: 42:18
Erschienen: 26.09.2014
Website: [Link]

Etwas überraschend gehörte der Vorgänger "Youngblood" zu meinen Top-5-Alben des Jahres 2013. Denn obwohl ich im Massen-Review dazu "nur" 12 Punkte gegeben hatte, war die Scheibe bald nicht mehr aus dem Player wegzudenken und lief auf Dauerrotation. Irgendwann hatte die Platte eben einfach durchgezündet und mich voll und ganz begeistert. Im Nachhinien wären 13 Punkte angemessener gewesen. Dementsprechend gespannt war ich auf "Pure Heavy", das überraschend schnell auf "Youngblood" folgt - denn dafür hatte man sich knapp drei Jahre Zeit gelassen.

Von einer Enttäuschung darf man im Falle von "Pure Heavy" nicht sprechen - auch wenn der Albumtitel glatt gelogen ist. Denn AUDREY HORNE sind ganz bestimmt nicht härter im Vergleich zum Vorgänger geworden, sondern toben sich sogar noch stärker im Classic Rock aus. Dabei ist nur leider das Songmaterial nicht ganz so überragend ausgefallen, wie auf "Youngblood". Wobei "nicht ganz so überragend" in diesem Zusammenhang immer noch verdammt stark heißt. Klar, an den spielerischen Fähigkeiten der Saitenfraktion besteht kein Zweifel und auch auf "Pure Heavy" wird man von den Riffs, Leads, Licks und Soli verwöhnt. Fronter Toschie singt immer noch großartig und hat immer wieder starke Gesangslinien auf Lager - im Grunde genommen also alles wie immer.

Im flotten Opener "Wolf In My Heart" grüßen die 70er, die eingängige Nummer hat gitarrentechnisch einiges zu bieten. Simpler und straighter geht es bei "Holy Roller" zu, das trockene Riff, das coole Solo und die eingestreuten Achterbahn-Sounds (kann auch ein Zug sein) machen Laune. Warum AUDREY HORNE die knietiefe Thin Lizzy-Verbeugung "Out Of The City" als Single ausgewählt haben, ist ein bisschen verwunderlich, denn die am wenigsten harte Nummer ist weder für den Albumtitel noch für das Album an sich wirklich repräsentativ. "Volcano Girl" ist ziemlich abwechslungsreich arrangiert, während der gute-Laune-Rocker "Tales From The Crypt" ein bisschen gewöhnungsbedürftig bleibt. Den Abschluss der guten, aber nicht überragenden A-Seite (wenn man sich das Vinyl zulegt) macht die 90-Sekunden-Nummer "Diamond". Das Intermezzo beginnt verheißungsvoll balladesk mit melancholischer Note - sehr schade, dass man daraus keinen vollwertigen Song gemacht hat.

Zugegeben, bislang könnte man schon von einer klitzekleinen Enttäuschung sprechen - aber dann drehen AUDREY HORNE auf. Das flotte "Into The Wild" ist ein Ohrwurm mit kernigem Riff, "Gravity" eine wiederum leicht melancholische Rocknummer. Mit "High And Dry" und seiner starken Gitarrenarbeit setzt es den nächsten Hit und auch "Waiting For The Night" bekommt man so schnell nicht aus den Gehörgängen gefegt. "Boy Wonder" setzt den Schlusspunkt und auch hier setzt man auf weniger fröhliche Stimmung, was dem Album gut tut.

FAZIT: "Pure Heavy" ist wieder eine tolle Platte geworden, auch wenn man sich nicht ganz dem Eindruck erwehren kann, dass sie vielleicht eine bisschen zu schnell nach "Youngblood" kommt. Und hier bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch in einigen Monaten nicht mehr, als die knappen zwölf Punkte geben würde.

Andreas Schulz (Info) (Review 3886x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Wolf In My Heart
  • Holy Roller
  • Out Of The City
  • Volcano Girl
  • Tales From The Crypt
  • Diamond
  • Into The Wild
  • Gravity
  • High And Dry
  • Waiting For The Night
  • Boy Wonder

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
oger
gepostet am: 30.09.2014

User-Wertung:
9 Punkte

Eher eine Enttäuschung. Mehr als die Hälfte der Songs plätschern so dahin. Erst gegen Ende finden sich wieder tolle Melodien. Schade aber klingt nach Schnellschuss...
Mister
gepostet am: 17.11.2014

User-Wertung:
14 Punkte

ich finde das Album sogar noch ein ganzes Stück besser als Youngblood und kann die Kritik nicht nachvollziehen. Auch empfinde ich in der heutige Zeit 1.5 Jahre zwischen zwei Alben auch nicht als ungewöhnlich kurz.

Das Songwriting ist TOP - worauf es aber am meisten ankommt bei dieser Platte ist die Energie - TALES FROM THE CRYPT schiebt dermassen im Chorus dass es wenig vergleichbares gibt ... wenn das gewöhnungsbedürftig ist, dann bitte. Das Album hat nach zigfachem Hören so einige Höhepunkte - der einzige Schwachpunkt des Albums ist meiner Meinung nach Waiting For The night - so unterschiedlich können Geschmäcker sein! Aber in einem Punkt stimmt eich zu - INTO THE WILD ist ein wirklicher Ohrwurm (wie allerdings VOLCANO GIRL, OUT OF THE CITY und WOLF IN MY HEART auch!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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