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Kompendium: Elements (Review)

Artist:

Kompendium

Kompendium: Elements
Album:

Elements

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Eigenvertrieb / Just For Kicks
Spieldauer: 75:44 + 67:17
Erschienen: 24.01.2014
Website: [Link]

Diese üppig bestückte Doppel-CD stellt dem laut Classic Rock Society besten Album 2012 (auf diesen Seiten sah man das anders ...) einen musikalischen Begleiter anheim: "Elements" bietet Demos, unveröffentlichte Outtakes und instrumental gehaltene Fassung von Songs von "Beneath The Waves", das MAGENTAs Kopf Rob Reed seinerzeit zu Kritiker-Weihen gereichte und zahlreiche mehr oder weniger prominente Gäste versammelte.

Dies ist insofern sinnvoll, als das ursprüngliche Album drei Jahre lang in der Mache war, weshalb das Material zwangsläufig zahlreiche Wandlungen durchlief. Unterstützt von Chor und Orchester sollte "Beneath The Waves" so etwas sein wie ein neuzeitliches "War Of The Worlds", "The Wall" oder "Tubular Bells", was natürlich verstiegener Promo-Quark ist. Vielmehr bestätigte die Scheibe den Trugschluss weiter Teile der Prog-Szene, dass viel immer auch viel hilft, doch was die Kollegen bereits äußerten, stimmt mit dem Urteil dieses Rezensenten überein: KOMPENDIUM sind Namedropping, kompositorischer Leerlauf und Überambitioniertheit, Geplätscher auf hohem Niveau oder was auch immer noch - Ausdruck eines gescheiterten Größenwahnsinnigen, der Langeweile versprüht, statt dem kolportierten lyrischen Tiefsinn gerecht zu werden ...nur kein Geniestreich.

Dieser minimalistisch aufgemachte Doppeldecker eignet sich erwartungsgemäß vor allem für Nerds, die das alles nicht wahrhaben möchten und auch den letzten Rest Nichts aus dem wesentlichen Nichts schöpfen möchten - und für den Macher, um seine Rechnungen zu zahlen. Erstmals werden vollständige Erzählparts geboten (das Intro), dazu einzelne Teile von Album-Songs, bei welchen man ein Instrument beziehungsweise eine Instrumentengruppe isoliert hören darf, länger arrangierte Urfassungen und zusätzlich angefügte Teile, die den Bock nicht fetter, sondern noch länger machen. Die Demos unterscheiden sich ebenso marginal von den endgültigen Versionen von "Beneath The Waves", und die zweite CD - immerhin lag dem Album bereits ein 5.1-Surround-Mix bei - ist dann wirklich zu viel der Redundanz.

Zum Schluss noch einmal objektiv: Reed hat ausschließlich hochkarätige Musiker versammelt, die Umsetzung entspricht klanglich hohen Ansprüchen und lässt sich prima nebenbei hören, was aber angesichts der Imposanz des Ganzen eben nicht so sein sollte. "Beneath The Waves" wird mit diesem Nachsatz umso beliebiger, der beachtliche Cast nachgerade verheizt.

FAZIT: So wie KOMPENDIUM darf Progressive "Rock" (dieser hier wurde steif gebügelt) nicht daherkommen - "Beneath The Waves" war ein überladenes Konstrukt mit manchen okayen Momenten, "Elements" bietet die Chose auf einige Kerne heruntergebrochen, das Skelett eines Geisteskindes, das sowieso schon aus der kreativen Dritten Welt stammt, um es hart auszudrücken. So etwas kaufen Menschen, die sich nach dem "Night Of The Prog"-Festival über Devin Townsend echauffieren ...

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2335x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • CD 1
  • Opening Narration
  • Exordium Part 1
  • Exordium Coda
  • Exordium Part 2
  • Stars
  • Lost
  • Mercy Of The Sea
  • The Storm Part 1
  • The Storm/Reprise
  • The Storm Part 2
  • Beneath The Waves
  • Sole Survivor
  • Alone
  • Il Tempo e Giunto
  • A Moment Of Clarity
  • One Small Step
  • Reunion V1
  • Stars V2
  • Alone End V1
  • Lilly
  • Reunion V2
  • Alone End V2
  • Reunion V3
  • Reunion V4
  • CD2
  • Exordium
  • Lost
  • Lilly
  • Mercy Of The Sea
  • The Storm
  • Beneath The Waves
  • Sole Survivor
  • Alone
  • Il Tempo È Giunto
  • A Moment Of Clarity
  • One Small Step
  • Reunion

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