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Kuolemanlaakso: Tulijoutsen (Review)

Artist:

Kuolemanlaakso

Kuolemanlaakso: Tulijoutsen
Album:

Tulijoutsen

Medium: CD
Stil:

Doom Death Metal

Label: Svart Records
Spieldauer: 57:02
Erschienen: 25.02.2014
Website: [Link]

Ließen die vier Tracks der Vorab-EP „Musta Aurinko Nousee“ den Eindruck erscheinen, dass sich die Finnen KUOLEMANLAAKSO mit dem neuen Material eher in höheren Geschwindigkeitsbereichen ansiedeln würden, entpuppt sich „Tulijoutsen“ dann doch als ein schwerer Brocken, der düster, teilweise zäh aber melodischer und deutlich epischer als der Vorgänger zu Werke geht.

Die Erklärung für die Härte der Songs auf der EP ist dann auch schnell gefunden – hier wurden die Brecher einfach von den tragenderen Songs abgesplittet. Eine Tatsache, welche die Fans der EP zwar im ersten Augenblick enttäuschen dürfte – denn keiner der Tracks bewegt sich in Gefilden von 'Kalmoskooppi'. Die anfängliche Skepsis weicht dann aber recht schnell wachsender Begeisterung, denn KUOLEMANLAAKSO haben mit ihrer zweiten Platte ein neues Level der Bandgeschichte eingeleitet: hier treffen Heaviness, Melancholie, Melodie und Düsternis aufeinander – die Mischung klingt sicher im ersten Augenblick keineswegs neu, überzeugt jedoch in der unglaublich subtilen Umsetzung auf ganzer Linie.

Dabei ist das musikalische Spektrum von „Tulijoutsen“ ungemein vielschichtig und zeigt die Band im Vergleich zum zentral düster gehaltenen Vorgänger „Uljas Uusi Maailma“ extrem experimentierfreudig. Dass man trotz allem stets die Härte und die Düsternis im Fokus behält, verleiht dem Album ungeachtet seiner facettenreichen Umsetzung einen düsteren Grundtenor, der sich bedrohlich durch die ganze Platte zieht.

Stilistisch liefern die Finnen vom lupenreinen Doom ('Verihaaksi') bis hin zum schnellen, fast deathig-anmutenden Part ('Aarnivalkea' oder 'Raadot raunioilla') so ziemlich alles. Zusätzlich gibt es gut dosiert Frauengesang ('Tuonen tähtivyö' – der wohl generell bunteste Song des Albums, was künstlerische Vielfalt anbelangt), Groove ('Me vaellamme yössä' – war etwas gekürzt schon auf „Musta Aurinko Nousee“ enthalten), bis hin zu verspielten Keys (der Non-Metal Track 'Glastonburyn lehto' nimmt eh eine Ausnahmestellung ein – mutig! Abgerundet durch Kasper Mårtensons Tastenakrobatik.). Neben den extrem starken, unglaublich intensiven und vielschichtigen Vocals von Kotamäki punktet „Tulijoutsen“ zudem noch mit einer überragenden, sehr dichten Produktion, die trotz aller Detailverliebtheit niemals die Härte aus den Augen verliert.

FAZIT: KUOLEMANLAAKSO haben auf ihrem zweiten Album das nächste Level erreicht und liefern ein unglaublich gutes Album ab, das auch nach dem x-ten Anlauf nicht den geringsten Anflug von Abnutzungserscheinungen aufkeimen lässt. Wer also den Trip in die düsteren Weiten der finnischen Melancholie zwischen Dark-, Doom-, Death-, Black Metal und weiß der Teufel wovon noch nicht fürchtet, der kann sich jetzt schon auf eines der absoluten Highlights des noch jungen Jahres freuen.

Oliver Schreyer (Info) (Review 2359x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Aarnivalkea
  • Verihaaksi
  • Me vaellamme yössä
  • Arpeni
  • Musta
  • Glastonburyn lehto
  • Tuonen tähtivyö
  • Raadot raunioilla

Besetzung:

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