Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Kypck: Imena Na Stene (Review)

Artist:

Kypck

Kypck: Imena Na Stene
Album:

Imena Na Stene

Medium: CD
Stil:

Dark Doom Metal

Label: Ranka Kustannus
Spieldauer: 53:12
Erschienen: 21.03.2014
Website: [Link]

Mit ihrer eigenwilligen Version von Doom verarbeiten KYPCK ihre Gedanken zum zweiten Weltkrieg. Wer den Werdegang der Finnen verfolgt hat, sollte wissen, dass „Imena Na Stene“ kein leicht verdaulicher Tobak ist. Dass die Finnen ihre Texte in russischer Sprache darbieten, scheint für eine Band, deren Landesgeschichte stark durch die sowjetische Besatzung geprägt ist, fast unwirklich und nur schwer nachvollziehbar.

Dafür ist die dargebotene Musik auf dem nunmehr dritten Album der Band ein sehr eigenwilliges Stück Tonkunst, das sicher nicht jedermanns Nerv treffen dürfte: Abgesehen von den russischen Texten sind auch die Vocals von Sänger Erkki Seppänen echte Geschmacksache und dürften dem ein oder anderen sicher die Tränen in die Augen treiben: im positiven und auch im negativen Sinne – denn bei allem individuellen Anspruch klingt der Gesang auf „Imena Na Stene“ doch auch einfach echt schräg.

Rein musikalisch ist „Imena Na Stene“ sehr düster gehalten und verbindet gelungen Melancholie und Wehmut mit einer durchaus eingängigen Note, die gelegentlich gern entfernt an Doom-Rock-Bands wie SENTENCED oder THE FIELD OF THE NEPHILIM erinnert. Etwas befremdlich wirkt die Tatsache, dass man eine russische Note neben den Vocals vergebens sucht – vielmehr klingen KYPCK, wenn man sie rein instrumental betrachtet, nur halb so interessant.

FAZIT: „Imena Na Stene“ ist ähnlich den Vorgängern keine schlechte Platte geworden, die jedoch von ihren russischen Texten und Vocals lebt. Sieht man davon ab, bleibt eine gefällige aber nicht außergewöhnliche Doom Rock-Scheibe, die man gut ins finnische Mittelfeld einordnen kann, die es aber sicher nicht über die Landesgrenzen geschafft hätte. Um einen Reinfall zu vermeiden, sei Reinhören hier unbedingt angeraten.

Oliver Schreyer (Info) (Review 3202x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Prorok
  • Imya Na Stene
  • Voskresenie
  • Deti Birkenau
  • Gryaznyi Geroi
  • Kak Filosofiya Gubit Samootverzhennykh, Beskorystnykh Byurokratov
  • Belorusskii Sneg
  • Vsegda Tak Bylo
  • Etoi Pesni Net
  • Tros, Gruzovik i Temnyi Balkon

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!