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Mustasch: Thank You For The Demon (Review)

Artist:

Mustasch

Mustasch: Thank You For The Demon
Album:

Thank You For The Demon

Medium: CD
Stil:

Hardrock/Stoner Rock/Classic Rock

Label: Gain Music/Sony
Spieldauer: 38:00
Erschienen: 10.01.2014
Website: [Link]

Die Grundzutaten, mit denen MUSTASCH seit mehr als zehn Jahren ihre weltweit durchaus beachtlich große Fanschar beglücken, sind im Grunde genommen seit der Debüt-EP „The True Sound Of The New West“ unverändert: Straighter Asskick-Rock’n’Roll, der sowohl die Düsternis und Erhabenheit von BLACK SABBATH zitiert als auch die Intensität von SOUNDGARDEN, die staubtrockene Gitarrenarbeit des Classic Rocks, gepaart mit zeitgemäßen Melodien und Produktionen.

Auch „Thank You For The Demon“, Studioalbum Nummer acht, bietet all diese Zutaten – und klingt doch mal wieder ein wenig anders als die Vorgänger. Die neun Kompositionen wirken teilweise düsterer, sperriger, roher, wütender – und als ob man das auszugleichen suchte, schmirgeln wohltuende Streicher-Einsätze einige Ecken und Kanten ab, ohne, dass „Thank You For The Demon“ auch nur einmal kitschig oder zugekleistert klingen würde.

„Feared And Hated“, gleichzeitig als erste Single erkoren, nimmt den Hörer leichtfüßig an die Hand, gerät zur veritablen Hymne mit Mitgrölgarantie. Der folgende Titeltrack gerät mit seinen präsenten Geigentönen zur dramatischen Hymne; „From Euphoria To Dystopia“ ist ein staubtrockener, düsterer Rocksong mit feinen Twin Guitars. „The Mauler“ ist exemplarisch für den Spagat MUSTASCHs, ist auf der einen Seite ganz schön verzweifelt, bockig, roh, die massiven Streicher machen aus ihm allerdings so etwas wie eine 2014er-Version von LED ZEPPELINs „Kashmir“. „Borderline“ ist dagegen trotz des düsteren Textes so etwas wie ein lässiger Riffrocker, den man am liebsten breitbeinig, Luftgitarre spielend und kopfnickend zelebriert.

Die Halbballade „All My Life“ beginnt melancholisch mit Akustikgitarren und Geigen, um sich im weiteren Verlauf immer weiter zu steigern und gerät mit seinem einfühlsamen Refrain zu einem der Highlights auf „Thank You For The Demon“ – um mit dem Piano-Schlusspart für zentimeterdicke Gänsehaut zu sorgen. Das unspektakuläre „Lowlife Highlights“ ist mitnichten ein Highlight, sondern gerät mit nichtssagender moderner Ausrichtung zum einzigen Ausfall des Albums. Manche Augenbraue wird angesichts des simplen Discobeats von „I Hate To Dance“ in die Höhe gehen, doch mit Stakkato-Riffs und einem hinreißend simplen Text („Bang your head ‘cause I hate to dance“) gelingt MUSTASCH ein echter Zappelbuden-Hit. Das abschließende „Don’t Want To Be Who I Am“ drückt noch einmal auf die Tränendrüse, ist mit imposanten Streicher-Arrangements ein ebenso würdiger wie melancholischer Abschluss des Albums.

FAZIT: Sowohl die rohere und rauere Ausrichtung der Songs als auch die verstärkte Streicher-Implementierung tun dem MUSTASCH-Sound gut. Acht von neun Songs gehen auf dem stilistisch recht breit aufgestellten „Thank Your For The Demon“ als mindestens gut durch, mindestens fünf sogar als „sehr gut“. Den einen Ausfall namens „Lowlife Highlights“ kann man da leicht verschmerzen. Tolle Scheibe!

Lothar Hausfeld (Info) (Review 6280x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Feared And Hated
  • Thank You For The Demon
  • From Euphoria To Dystopia
  • The Mauler
  • Borderline
  • All My Life
  • Lowlife Highlights
  • I Hate To Dance
  • Don't Want To Be Who I Am

Besetzung:

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  • keine Interviews
Kommentare
Tim
gepostet am: 01.01.2016

Zu dem Song "Thank You For The Demon". Das Intro kommt mir so bekannt vor. Welchem Song ist das nochmal ähnlich???
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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