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Artizan: The Furthest Reaches (Review)

Artist:

Artizan

Artizan: The Furthest Reaches
Album:

The Furthest Reaches

Medium: CD
Stil:

US / Melodic / Progressive Metal

Label: Pure Steel
Spieldauer: 48:45
Erschienen: 24.04.2015
Website: [Link]

Schon AEROSMITH wussten es Anfang der 90er-Jahre: „There's something wrong with the world today, I don’t know what it is.“ („Living On The Edge“) Da gibt es in Florida eine der besten melodischen US-Metal-Bands – und kaum einen interessiert es. Egal ob eine US-Tour mit FATES WARNING oder das neue, dritte Album, „The Furthest Reaches“: Die Band muss mit Indigogo-Kampagnen im Vorfeld Geld einsammeln, um dem nachkommen zu können, was Musiker eben so machen: Auf Tour gehen oder ein neues Album einspielen.

Und im Falle von „The Furthest Reaches“ kann man nur sagen: Der Band ist unbestritten ihr bisheriger Karrierehöhepunkt gelungen. Am grundsätzlichen Stil der Band hat sich nur wenig geändert: US Metal trifft auf ebenso unaufdringliche wie unwiderstehliche Melodien und dezente progressive Elemente. Größte Veränderung ist die Verdichtung im Bereich der Gitarren: Verglichen mit den Vorgängern „Curse Of The ARTIZAN“ und „Ancestral Energy“ haben die Sechssaiter mehr Raum eingenommen, agieren vielfältiger, teilweise auch aggressiver. Das artet allerdings zu keiner Sekunde in wilde Rifforgien oder sinnbefreites Geshredder aus, sondern ist zu jeder Sekunde songdienlich, man erkennt zudem die Melodie als Grundlagen allen Handelns.

„The Furthes Reaches“ ist als Konzeptalbum angelegt, das eine Science-Fiction-Geschichte erzählt; allerdings verzichten ARTIZAN weitgehend darauf, mit ausufernden Interludien die Zeit zu dehnen: Neben den sieben (limitierte Version: acht) Songs gibt es lediglich ein Intro sowie zwei Zwischenstücke, die dem Erzählfluss der Story dienen – grob umrissen geht es um eine außerirdische Rasse auf dem Weg zur Erde.

Die musikalische Qualität, die ARTIZAN dabei an den Tag legen, verblüfft: Die Florida Boys haben ein Händchen für Melodien, die eingängig, aber nicht kitschig sind – man höre nur „Hopeful Eyes“, „The Cleansing“ (erneut mit Ex-ICED-EARTH-Fronter Matt Barlow als Gast) oder erst recht „Supernova“, die allesamt dem Lehrbuch für unaufgeregte Melodik entsprungen sein könnten. Mit dem fast neuneinhalb Minuten langen Titelstück oder dem mit Gastsängerin Sabrina Cruz (SEVEN KINGDOMS) aufgewerteten Siebenminüter „Wardens Of The New World“ beweisen ARTIZAN, dass auch epische und höchst abwechslungsreiche Songs zu ihren leichtesten Übungen gehören.

Dass Sänger Tom Braden zu den besten seines Fachs gehört, beweist er ein ums andere Mal, hat sich zudem stimmlich ein wenig entfernt von Joacim Cans (HAMMERFALL) und dafür etwas mehr am leicht raueren Timbre eines Bruce Dickinson orientiert – und passt damit einerseits perfekt zum akzentuierten Drumming von Ty Tammeus, der in Sachen Rhythmik Nicko McBrain nahesteht, zum anderen aber auch zu den Songs, die neben den Wurzeln im US Metal eben auch IRON MAIDEN in angemessener Art und Weise würdigen.

FAZIT: Hallo Welt, da draußen gibt es eine Band, die verdammt nochmal deine Aufmerksamkeit verdient hat. ARTIZAN sind ein Muss für jeden, der seine Geschmacksnerven zwischen IRON MAIDEN, QUEENSRYCHE, Früh-90er-FATES-WARNING oder CRIMSON GLORY stilsicher verankert hat. Dabei lohnt übrigens der Griff zur limitierten Version, die mit „Come Sail Away“ eine schlichtweg atemberaubende Coverversion des STYX-Songs zu bieten hat.

Lothar Hausfeld (Info) (Review 3585x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Coming Of Age
  • Summon The Gods
  • Hopeful Eyes
  • The Furthest Reaches
  • The Cleansing
  • Wardens Of The New World
  • Heed The Warning
  • Supernova
  • Starchild
  • Into The Sun
  • Come Sail Away

Besetzung:

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Interviews:
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