Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Sulphur: Omens Of Doom (Review)

Artist:

Sulphur

Sulphur: Omens Of Doom
Album:

Omens Of Doom

Medium: CD/Download
Stil:

leicht proggiger Black Metal

Label: Dark Essence / Karisma
Spieldauer: 46:45
Erschienen: 11.03.2016
Website: [Link]

Øyvind Madsen von VULTURE INDUSTRIES kann auch weniger avantgardistisch, selbst wenn seine andere Band SULPHUR nicht minder progressiv aufspielt. Dieses Quintett frönt allerdings einem Sound, der sich stark an einer allzu bekannten anderen Truppe orientiert. Die Harmonien erscheinen manchmal arg eindeutig von ENSLAVED entlehnt, den Platzhirschen in diesem Bereich. SULPHUR klingen demnach wie B-Ware, was nicht einmal schlecht gemeint ist, werden allerdings in dieser Form lediglich eine Alternative für Hörer der Originale bleiben, so dringender Bedarf an mehr vom selben Alten besteht.

SULPHUR vorab dermaßen abzuwatschen klingt hart, bedeutet aber nicht, dass "Omens Of Doom" ein dröges Album wäre oder in seiner handwerklichen Umsetzung minderwertig. Es gibt genug Interessantes, bloß eben wenig Zwingendes, was auf dem eigenen Mist der Musiker gewachsen wäre. Sie variieren bereits Etabliertes von ihren Bergener Nachbarn, allem voran auf struktureller Ebene, denn die Stücke gestalten sich vertrackt, aber nicht zerfahren. Der gleichförmig heisere Gesang verleiht der Musik wenig Struktur und gestaltet sich ausdrucksloser als die oftmals ausufernden Gitarrenleads.

Zwischendurch bieten SULPHUR allerlei Unverzerrtes, ein paar synthetische Einsprengsel ("Devil's Pyre") und bombastische Arrangements immerzu, die dann aber nicht in symphonische B-Ware ausufern. Wenn man die Gruppe für eines loben darf, dann für ihren unprätentiösen Umgang mit Komplexität auf musikalischer wie lyrischer Ebene. Vielleicht hätte sie ENSLAVEDs Herbrand Larsen schlichtweg nicht mastern lassen, aber sei's drum, denn wie gesagt. Wer per se auf Prog Black mit psychedelischen Untertönen steht, sollte sich zuallererst das von Piano eingeläutete "Rise Of The Mushroom Clouds" geben, das als mit neun Minuten längster Track als packende Walze das Highlight dieser schlicht guten Scheibe darstellt.

FAZIT: File under: Enslaved-worshipping mit allen Konsequenzen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2405x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Force Of Our Fall
  • Gathering Storms
  • Devil's Pyre
  • Plague And Pestilence
  • Omens of Doom
  • Rise Of The Mushroom Clouds
  • Alt Svartner

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!