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far from your sun: in the beginning… was the emotion (Review)

Artist:

far from your sun

far from your sun: in the beginning… was the emotion
Album:

in the beginning… was the emotion

Medium: CD
Stil:

Art-Rock

Label: Eigenpressung/-vertrieb
Spieldauer: 61:58
Erschienen: 15.02.2016
Website: [Link]

Das Debüt der Pariser Band FAR FROM YOUR SUN ist eins der spröden Sorte. Das kommt gut, wenn das Gefühl der Isolation, Trennungsschmerz oder Trauer beschworen werden, wie beim zweitstärksten Song des Albums „F.A.D.“. Das beste Stück ist das, um Violine und Cello, erweiterte „Life“. Leider werden die, meist von Gitarre(n) und einer akzentuierten Rhythmusgruppe getragenen Repetition zu sehr in die Länge gezogen. Eklatant im Verlauf der über zwölfminütigen Vertonung des Gedichtes „Annabel Lee“ von Edgar Allan Poe.

Zwar kann man der uhrwerkhaften Dauerbefeuerung eine gewisse hypnotische Kraft, wie sie beispielsweise Nick Cave zu erzeugen versteht, nicht absprechen, doch ist der Sänger kein zweiter Nick Cave. Sein knödelnder, dialektal verfärbter Gesang macht die elaborierten Stellen zu einer Geduldprobe, besonders in der ersten Hälfte des Werks. Und der Mann hat VIEL Text. So verpufft die hämmernde Kraft der Wiederholung am gewöhnungsbedürftigen Gesang und man sehnt sich den Passagen entgegen, in denen Keyboards oder die Gastmusikerinnen an den Streichinstrumenten für eine (seltene) Füllung der atmosphärischen Leerstellen sorgen.

Insgesamt changiert die Musik zwischen laszivem Art-Rock, splitterigem Shoegaze (dem die Abwesenheit von allzu viel Pathos gut tut) und dezent intensivierten Härten. Richtig wild, hochkomplex und reich an Höhenflügen wird‘s nicht.

FAZIT: Obwohl die Homepage mit der multiplen Kunstfähigkeit (Musik, Poesie, Malerei, Fotografie) der Menschen hinter FAR FROM YOUR SUN wirbt, ist eine Besetzungsliste nirgendwo zu finden. Jedenfalls nicht mit einem Zeiteinsatz, der in irgendeiner Relation zum erzielten Ergebnis steht. Lediglich die beiden Gastmusikerinnen werden im Digipak der CD erwähnt.

Macht aber nichts, denn „in the beginning… was the emotion“ (der Albumtitel ist sinnig, wir befinden uns mit den Emotionen noch ganz am Anfang) ist streckenweise ein hörbares, etwas vor sich hin plätscherndes – oder besser staubendes – Werk, im Großen und Ganzen reizvoll genug, um in das kommende Schaffen zumindest reinzuhören. Egal wie die Namen dahinter lauten.

Jochen König (Info) (Review 1264x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Far From Your Sun
  • Under the Hands of Time
  • Annabel Lee
  • Life
  • The Eightfold Path
  • A Thousand Lives
  • On the Path (of the Hanged Men)
  • F.A.D.

Besetzung:

  • Bass - Ja
  • Gesang - Ja
  • Gitarre - Ja
  • Keys - Ja
  • Schlagzeug - Ja
  • Sonstige - Agnès Codeau (violin on "life"), Chloé Boyaud (cello on "life")

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