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Bhattacharya / Gronseth / Wessel: Bhattacharya / Gronseth / Wessel (Review)

Artist:

Bhattacharya / Gronseth / Wessel

Bhattacharya / Gronseth / Wessel: Bhattacharya / Gronseth / Wessel
Album:

Bhattacharya / Gronseth / Wessel

Medium: CD
Stil:

Weltmusikalischer Jazz

Label: Pling Music
Spieldauer: 54:57
Erschienen: 02.12.2016
Website: [Link]

DEBASHISH BHATTACHARYA gilt als musikalischer Pionier an der indischen Slide Gitarre und ANDERS LONNE GRONSETH als einer der besten norwegischen Jazz-Saxofonisten, während KENNY WESSEL mit seiner E-Gitarre die amerikanische Jazz-Szene bereichert und mit vielen namhaften Musikern, wie beispielsweise JOHN McLAUGHLIN, gemeinsam spielte. Bruder SUBHASIS BHATTACHARYA vervollständigt dieses Quartett an Percussion und Tabla, um eine jazzige Mischung aus traditioneller indischer Musik und amerikanischen Jazz sowie nordischen Klanglandschaften, die vom Saxofon getragen werden und etwas an JAN GARBAREK erinnern, in seiner sehr eigenständigen Form zum musikalischen Leben zu erwecken. Deutlich überwiegen dabei aber die indischen Einflüsse, wohl auch, weil Subhasis B. mit seinem Drumming deutliche Inspirationen seitens TRILOK GURTUs aufweist.

Umwerfend ist auch die hervorragende Soundqualität, in der das Album aufgenommen wurde, wobei jedes Instrument genaustens aufeinander abgestimmt wurde, kristallklar klingt und zugleich eine ausgezeichnete Kanaltrennung aufweist.

Mit dem viertelstündigen „Kirwani“, einer Mischung aus Raga, ambientähnlichen, getragenen Stimmungen sowie recht frei improvisierten Instrumentalteilen, denen indische Folkloreelemente innewohnen, wird das Album eröffnet, welches dann immer stärker an Dynamik gewinnt, besonders durch die treibenden Percussion- und Tabla-Elemente hervorgerufen, sodass „Gaoti“ auch deutlich stärkere Americana-Elemente in sich trägt.

„Lover‘s Call“ begibt sich dann wieder in die verträumt-ruhige Stimmung, die bereits durch „Kirwani“ eingeleitet wurde, aber in der diesmal das Saxofon, wieder begleitet durch leidenschaftliches Percussionspiel, dominiert, bis sich die indische Slide Gitarre in den Vordergrund spielt. Die reine elfminutige Jazz-Romantik!

Schon vom Titel her ist klar, dass „Goodnite Irene“ ein zärtliches Schlaf-Jazz-Stück wird, das sich durch einen harmonischen Gitarren-Rhythmus auszeichnet, dem immer wieder die indische Slide Gitarre wie eine Singstimme zur Seite springt und man beim Hören regelrecht den Mond aufgehen sieht. Ein schöner Schritt vom romantischen zum abendlich verträumten Jazz.

Nichts für Schlafmützen, dafür aber für Träumer, die auch heutzutage dem Jazz noch eine echte Chance geben!

FAZIT: „Bhattacharya / Gronseth / Wessel“ ist eins der schon vom Sound her besten Jazz-Alben, die je aufgenommen wurden. Zwei Inder, ein Norweger und ein Amerikaner sorgen für eine außergewöhnliche Jazz-Fusion, in der vorrangig indische Einflüsse (indische Slide Gitarre, Percussion und Tablas) überwiegen, aber auch das (norwegische) Saxofon und die (amerikanische) E-Gitarre ihren Einfluss überzeugend geltend machen. Ganz große Jazz-Kunst in überragender Klangqualität!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1848x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Kirwani
  • Gaoti
  • Charushree
  • Bahut Acha
  • Lover‘s Call
  • Goodnite Irene

Besetzung:

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