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Bunny: Bunny (Review)

Artist:

Bunny

Bunny: Bunny
Album:

Bunny

Medium: CD
Stil:

Charming Dream Pop

Label: Tin Angel Records/Indigo
Spieldauer: 32:12
Erschienen: 18.08.2017
Website: [Link]

Vierzehn Songs in zweiunddreißig Minuten zeigen das BUNNY auf ihrem Debüt keine komplexe Ausschweifung betreiben. Der Opener ist mit seinen dreieinhalb Minuten bereits das ausuferndeste Stück, die Band aus Toronto gibt sich aber auch schon mal mit etwas mehr als einer Minute zufrieden („The Memory's A Cold One“). BUNNY spielen charmanten, freundlichen Dream Pop, und zu diesem flüchtigen Metier passen kurze Lieder wie Schmetterlinge auf eine sonnige Blumenwiese.

BUNNY haben ein Händchen für Ohrwurmmelodien, deren Süßlichkeit nicht nervt, nicht nur weil der jeweilige Song endet, bevor ein Zuckerschock einsetzt. Das Instrumentarium (und die Zahl der Musiker) ist reichhaltig, trotzdem bleiben die Stücke fragil und luftig. Es gibt Anklänge an die BEACH BOYS, wie beim wunderbaren, elegisch-verträumten „Daydrunk“, ein Lied, das seinem Titel voll entspricht. Anderes gemahnt an verblichene Helden früher Traummusik-Großtaten wie DREAM ACADEMY, MICRODISNEY oder ALTERED IMAGES. BELLE & SEBASTIAN sind in der Nachbarschaft daheim.

Bei „If Only In A Dream“ darf die Gitarre twangen und Gastsängerin Isla Craig bittet mit ätherischem Gesang um Einlas im Roadhouse – jenem in Twin Peaks. Etwas rockiger geht es auch auf „Face Your Own“ zu, das mit flirrender Orgel und fast schon tosendem Bläsereinsatz punktet. Die auch gekonnt, wenn auch zurückhaltender beim folgenden „Distracting Myself“ zum Zuge kommen. „Castle“ hingegen hat, unter anderem dank Lap Steel-Einsatz, einen leichten Country-Einschlag.

Im Gegensatz zu seinem düsteren Titel ist das kurze „Memory’s a Cold One“ ein fröhlich polterndes Kinderlied zum Mithüpfen. Zu schnell vorbei, um sich verausgaben zu können. „Robes“ pendelt zwischen sachtem Rockabilly und dezentem BEATLES-Touch, um im späten Verlauf gar etwas Schrägheit zuzulassen. Mutige Häschen dies.
Zum Abschluss wird es dann wieder verträumt und klingt dann ein bisschen so, als hätten sich PREFAB SPROUT rührend um „Us And Them“ von PINK FLOYD gekümmert. Schöner Ausklang.

FAZIT: Das Debüt der kanadischen BUNNYs ist ein bisschen kurz, dafür aber innig. Die Songs sind abwechslungsreich, strotzen vor kleinen Einfällen und reizvollen Ausflügen. Dass eine Vielzahl von Musikern und Instrumenten am Werk beteiligt sind, nimmt man wahr, aber es drängt sich nicht auf. Die Produktion bleibt intim und überschaubar. Ein Album, das vor Liebreiz birst. Doch gibt es keine Übersättigung, auch wegen der mageren Laufzeit. Stattdessen warten Entdeckungen.

Jochen König (Info) (Review 1085x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Aloo Lemmi Noyoo
  • Draculas Blues
  • Castle
  • If Only In A Dream
  • Soda Pop
  • One Less Heart
  • If You Wanna Be My Boy You Gotta Be Cool
  • The Memory Currator
  • Day Drunk
  • Face Your Own
  • Distracting Myself
  • The Memory's A Cold One
  • Robes
  • Hunny
  • Line-up:
  • ( guitar // vox )
  • Jordan Howard ( guitar )
  • Andrew Scott ( bass )
  • Dan Werb ( synths )
  • Jay Anderson ( drums )
  • Isla Craig - vox

Besetzung:

  • Bass - Andrew Scott
  • Gesang - Drew Smith, Isla Craig, Meighan Duffin
  • Gitarre - Drew Smith, Jordan Howard
  • Keys - Dan Werb
  • Schlagzeug - Jay Anderson
  • Sonstige - Christine Bougie (lap steel), Chris Cummings, Kelsey McNulty, Chris Sandes, Travis Stokl, Stew Heyduk, Jose Contreras, Andy Lloyd , Geordie Gordon, Alex Samaras, Dana Snell, Tom Richards, Randy Lee, Bob Wiseman, Chris Shannon, Nathan Vanderwielen, Neil Quin, Matt McLaren, Jay Hay, Peter Chapman, Patrick McGroarty, Brent Randall

Alle Reviews dieser Band:

  • Bunny (2017) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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