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Dool: Here Now, There Then (Review)

Artist:

Dool

Dool: Here Now, There Then
Album:

Here Now, There Then

Medium: CD/LP
Stil:

Dark Rock

Label: Prophecy Productions
Spieldauer: 49:59
Erschienen: 17.02.2017
Website: [Link]

Holland, Sängerin, drei Gitarren.

Nein, nicht THE DEVIL'S BLOOD, sondern DOOL. Aber ganz so weit auseinander sind beide Bands zumindest personell nicht, da hier die Rhythmusgruppe der Teufelsbluter mit am Werk ist, dazu gesellt sich der Gitarrist von GOLD und Ryanne van Dorst, die ELLE BANDITA verkörpert hat und sich auch nicht zu schade war, in irgendwelchen dämlichen RTL-Robinson-Shows mitzumachen.

Aber all das Name-Dropping und ihre Medienpräsenz tut der tatsächlich beeindruckenden Livepower der Dame keinen Abbruch, wobei DOOL aber auf ihrem Debüt-Album nun eher durchdachter und sortierter zur Sache gehen, als wild und ungezügelt. Ein Album mit einem Zehn-Minüter zu eröffnen, erfordert schon ein gewisses Selbstbewusstsein, aber das dürfen DOOL nicht nur wegen ihrer Vorgängerbands haben. Mit denen haben sie tatsächlich nur am Rande zu tun, eher ist „Here Now, There Then“ eine Mischung aus düsteren ELLE BANDITA und Rrrriioottt-Girl Neunziger-Rock. An großen Namen kommt vielleicht noch MELISSA AUF DER MAUR DOOL am nächsten.

Und DOOL punkten mit den ersten drei Songs des Albums, die wirklich internationale Klasse besitzen und gerade durch ihren unterschwelligen Pop-Appeal in den Bann ziehen. Die drei Gitarren dominieren interessanterweise nicht, sondern ergänzen sich gut, sind aber im Untergrund oft bedrohlich und düster. Der Groove von Drums und Bass ist recht prägend und im Sound gut verortbar, während Frau van Dorst zwischen kraftvollem und säuselnden Gesangslinien pendelt. So beeindruckend, wie die erste Hälfte von „Here Now, There Then“ ist, bleibt man leider nicht durchgehend und hat gegen Ende zwei ruhigere Songs platziert, die sich erst nach diversen Durchläufen entwickeln und vielleicht gar nicht den Weg auf das Album hätten finden müssen...

FAZIT: DOOL brauchen sich nicht hinter den Namen der beteiligten Musiker verstecken. Die holländische Formation hat unüberhörbar Format und könnte tatsächlich den nächste große Wurf im düsteren Indie-Rock-Bereich sein.

Dr. O. (Info) (Review 4250x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Vantablack
  • Golden Serpents
  • Words On Paper
  • In Her Darkest Hour
  • Oweynagat
  • The Alpha
  • The Death Of Love
  • She Goat

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 21.02.2017

User-Wertung:
9 Punkte

Endlich mal eine vernünftige Meinung zum Album. Bisher wurde man fast nur von hyperventilierenden TDB-Fanboys bedacht, die sich die Scheibe um jeden Preis schön reden mussten.
Mein Eindruck ist allerdings noch um 2 Punkte tiefer angesetzt, da ich die Scheibe insgesamt zu brav finde. Potenzial ist da aber definitiv vorhanden.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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