Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Mogador: Chaptersend (Review)

Artist:

Mogador

Mogador: Chaptersend
Album:

Chaptersend

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Mentalchemy Records/Just For Kicks Music
Spieldauer: 73:57
Erschienen: 01.09.2017
Website: [Link]

Die italienischen Prog-Rocker verweisen schon auf dem Cover von „Chaptersend“, dass sie die progressiv tickende Taschenuhr zurückdrehen. Zurück ins Siebzigerjahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts, in denen sich ihre großen Helden, nach denen auch sie zu klingen versuchen, tummelten: YES in erster Linie, aber auch GENTLE GIANT und die Canterbury-Szene, während zugleich selbst – besonders bei den vielen klassischen Piano-Ausflügen – RENAISSANCE und – bei den komplex rockenden, sogar leicht jazzigen, kraftvollen Momenten – KING CRIMSON nicht weit sind. Komischerweise klingen die Italiener aber nicht nach ihren Landsleuten LE ORME, PFM oder BANCO, da sie gänzlich auf die typische Prog-Theatralik und opern- bzw. arienhaften italienischen Gesang verzichten, dafür aber englischen, akzentfreien Gesang zu bieten haben.

Allerdings ist auch der Gesang nicht die unbedingte Stärke hinter MOGADOR.
Das kommt besonders durch „Josephine‘s Regrets“ zum Ausdruck, auf dem, nach „Absinthe Tales Of Romantic Visions“ bereits zum zweiten Mal (nur) als Gast der ehemalige YES- und GLASS HAMMER-Sänger Jon Davison singt und deutlich als Vokalist hervorsticht, wobei natürlich dessen Stimme bei der intensiven YES-Orientierung der Italiener ideal geeignet ist.

Im Grunde genommen ist „Chaptersand“ ein musikalischer Zweiteiler geworden, der aus ganz neuen Aufnahmen im ersten, acht Songs umfassenden Teil und einem zweiten historischen Teil mit den Neuaufnahmen ihrer „Fundamental Elements Suite“ vom ersten MOGADOR-Album, besteht. Gerade der letzte Teil überzeugt durch seine unglaublich intensive YES-Schönheit und Symphonik, die zugleich keine Berührungsängste mit komplexeren, sehr dynamischen Momenten hat.

Die neuen Stücke, welche gut 40 Minuten auf der vollgepackten CD einnehmen, weisen nicht ganz so stark die YES-Orientierung auf und überzeugen durch Retro-Prog, bei dem besonders das zehnminutige „Gentleman John“ hervorsticht, das nicht nur ein paar Jazz-Rock-Einflüsse, sonder zugleich deutliche GENTLE GIANT- und KING CRIMSON-Bezüge aufweist.

Auch sind neben dem bombastischen Prog, bei dem man – auch durch den akzentfreien englischen Gesang – glaubt, es mit einer typischen Ami-Retro-Prog-Band, wie beispielsweise ECHOLYN oder MARS HOLLOW, zu tun zu haben, oftmals die breit gefächerten akustischen Momente auf „Chaptersend“ besonders gelungen und ungemein reizvoll.

FAZIT: Sie sind wieder auf dem YES-Tripp mit vielen zusätzlichen, progressiven Siebzigerzutaten, wobei besonders beeindruckend die Neuaufnahme der „Fundamental Elements Suite“ von ihrem Debüt-Album klingt. „Chaptersend“ der Italo-Retro-Progger MOGADOR ist ihr bisher bestes Album geworden!

PS: Und wo das Album von Freunden guten Progrocks gekauft wird, ist ja eigentlich klar, genau hier mit einem Klick und nicht bei... [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 715x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Chaptersend
  • Summer Sun
  • The Escapologist
  • Deep Blue Steps
  • Still Alone
  • Josephine‘s Regrets
  • Breaking Day
  • Gentleman John
  • Tell Me Smiling Child (Version 2017)
  • Fundamental Elements Suite (Version 2017)
  • The Tide‘s Undertow
  • The Salamander
  • Floating In The Void
  • Mammon‘s Greed: Eternity‘s Gift
  • Mammon‘s Greed: Infinity‘s Price

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!