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Owen Meany‘s Batting Stance: Owen Meany‘s Batting Stance (Review)

Artist:

Owen Meany‘s Batting Stance

Owen Meany‘s Batting Stance: Owen Meany‘s Batting Stance
Album:

Owen Meany‘s Batting Stance

Medium: EP-CD
Stil:

Indie-Singer/Songwriter

Label: DanCan Music
Spieldauer: 19:04
Erschienen: 25.08.2017
Website: [Link]

Das Album „Owen Meany‘s Batting Stance“ von OWEN MEANY‘S BATTING STANCE muss man schon des drolligen Gürteltier-Covers wegen gerne haben. Der komplizierte Bandname mindert zwar ein wenig die Freude, auch weil sich hinter OMBS gerade mal ein Ein-Mann-Projekt von DANIEL WALKER, der sich noch von ein paar weiteren Musikern unterstützen lässt, verbirgt. Das wichtigste aber scheinen ihm die Texte zu sein, sodass die Musik als Kombination aus Indie-Alternative-Rock und akustischer Liedermacher-Kultur manchmal tatsächlich hinter den ausgiebigen Geschichten, die Walker mit seinem gewöhnungsbedürftigen, aber trotzdem ziemlich charismatischen Gesang singend auf dieser EP erzählt, zurücktritt.

Daniel Walker ist eben ein Musiker, der den lyrisch-literarischen Geist und die Poesie höher als den musikalisch-kompositorischen, melodieverliebten ansetzt.
Darum auch dieser so seltsam wirkende Bandname, dessen Hintergrund auf einem Roman von John Irving basiert. Dessen Buch „A Prayer For Owen Meany“ hatte Walker, als er nach Hallifax zog, von seinem Vater geschenkt bekommen und so tief in sein Herz geschlossen, dass es ihm als ständige Inspiration diente. Darin geht es um zwei sehr unterschiedliche Freunde und ein tragisches Ereignis, das den schmächtigen Außenseiter der beiden glauben lässt, er wäre als Instrument Gottes auserwählt und so zu den seltsamsten bizarren Taten inspiriert. Das tragische Ende kündigt sich damit an.
Übrigens hatte auch Irving sich für das Buch von einem anderen Autor anregen lassen, weswegen er es als eine Hommage auf „Die Blechtrommel“ von Günter Grass schrieb und Owen Meany natürlich die Parallele zu Oskar Matzerath darstellt.

Genauso seltsam wie Owen Meany, von dem es auch einen Film gibt, der John Irving wohl nicht ganz so ansprach wie erwartet, erscheint auch das Musikprojekt mit dessen Namen, bei dem „Owen“ Walker aus einer „Pop Odyssey“ keinen Pop, sondern eine tragische finstere Liedermacher-Geschichte, die er bei Live-Auftritten sogar zu erklären versucht, entstehen lässt.

Recht rockig und zugleich mit den eingängigsten Melodien eröffnet Walker dagegen seine EP mit „Dissonance“ und bereits nach dem ersten Hördurchgang nehmen wir ihm allzu gerne ab, dass er ein großer Freund Will Sheffs von OKKERVIL RIVER ist, aber auch ein RANDY NEWMAN kommt einem mitunter bei all diesen Geschichten in den Sinn.

Und wer genauer im achtseitigen Booklet, das alle Texte enthält, nachliest, der erfährt nach den ausführlichen Walker-Danksagungen am Ende, dass er während der Aufnahmen der EP sehr oft THE WEAKERTHANS, THE BURNING HELL und THE MOUNTAIN GOATS gehört sowie ausgiebig Irvings Buch „A Prayer For Owen Meany“ gelesen hat.

FAZIT: OWEN MEANY‘S BATTING STANCE „Owen Meany‘s Batting Stance“ ist eine musikalisch sehr sperrige EP zwischen Indie- und Singer/Songwriter-Kultur geworden, welche deutlich auf die umfangreichen Texte fokussiert, die Daniel Walker mit seiner spannend-verschrobenen Stimme sehr leidenschaftlich vorträgt. Mainstream klingt anders. Nichts für‘s Radio, dafür aber für‘s Hirn aller Genauer-Hinhörer! [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 221x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Dissonance
  • Charlotte‘s Gossamer Awaits
  • The Goose, But More The Gaggle
  • Pop Odyssey: The First Person Narrative Of The ottle Of Cola At A House Party
  • Growth
  • Winter Wednesdays

Besetzung:

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