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Annisokay: Arms (Review)

Artist:

Annisokay

Annisokay: Arms
Album:

Arms

Medium: CD/Download
Stil:

Metalcore / Post Hardcore

Label: Arising Empire / Nuclear Blast / Warner
Spieldauer: 44:11
Erschienen: 17.08.2018
Website: [Link]

ANNISOKAY aus Halle bei Leipzig liefern mit „Arms“ bereits ihr viertes Studioalbum ab und bleiben ihrer Linie treu, die da heißt: Metalcore aus deutschen Landen für die Welt. Das funktioniert auch mit dem neuen Longplayer ausgezeichnet und was sich schon in der Vergangenheit durch Tourneen als Support für PARKWAY DRIVE andeutete, setzt sich mit dem neuen Album im Gepäck nahtlos fort, denn zusammen mit I SET MY FRIENDS ON FIRE steht in diesem Herbst eine Tour auf dem Programm, die die Band durch Deutschland, aber auch nach Russland, Tschechien, die Slowakei, Österreich, Italien und Frankreich führen wird.

Mit Blick auf das neue Album wird klar, warum der Weg von ANNISOKAY stetig nach oben geht. In konsequenter Weiterentwicklung des bisher Erreichten setzt man mit „Arms“ den Weg zu den Zielen fort, die man seit der EP von 2012, mit der man Klassikern aus der Feder MICHAEL JACKSONs einen Metalcore-Anstrich verpasste, konsequent verfolgte und nicht aus den Augen verloren hat.

Das neue Werk ist wiederum geprägt vom Wechselspiel zwischen den Growls, die Dave Grunewald in seinem Körper generiert und dem dazu in fantastischer Unterschiedlichkeit perfekt harmonierenden Cleangesang Christoph Wieczoreks. Der daraus entstehende Spannungsbogen ist das Fundament, auf dem die Songs des Albums stehen, die mit jedem Durchlauf intensiver wahrgenommen werden.

Gestartet wird das neue Opus standesgemäß mit „Coma Blue“, ein Titel, der mit seinen krachenden Stromgitarren, monströsen Growls und großartiger Gesangslinie die Richtung vorgibt, die mit „Unaware“ noch intensiviert ihre Fortsetzung findet, bevor eine völlig reduzierte Bridge die melodiösen Fähigkeiten der Band unter Beweis stellt. Metalcore vom Allerfeinsten.

„Sea Of Tears“ behandelt das unter Heranwachsenden immer aktueller werdende Thema Selbstmord, mit der erschütternden Textzeile: „There´s no you and me in suicide, ´cause your pain won´t die with you.“ Ein ganz starker Track, bevor dann mit „Innocence Was Here“ ein weiteres Highlight des Albums folgt, das mit hypnotischem Piano-Intro und zuckersüßem Gesang startet, bevor sich die Growls kurzzeitig Bahn brechen, um dann im Chorus parallel zum Cleangesang ein einzigartig wirkendes Kunstwerk zu produzieren. Ein Signature-Track.

„End Of The World“ thematisiert die durch diverse Endzeit-Thriller bekannte „allein auf der Welt sein“ - Empfindung, während „Private Paradise“, auf dem auch CHRIS FRONZAK, Sänger der Deathcoreband ATTILA, zu hören ist, spürbar eine härtere Gangart bevorzugt, bevor mit „Locked Out, Locked In“ der würdige Abschluss eines fantastischen Albums zelebriert wird.

FAZIT: ANNISOKAY sind mit ihrem vierten Album „Arms“ bestens gerüstet für zukünftige Aufgaben. Neben großartigem Songwriting und ausgefeilter Produktion gefällt der neue Longplayer durch Eigenständigkeit und Inspiration, die man bei jedem Titel wahrnehmen kann. Wer nichts mit dem Genre Metalcore anfangen kann, sollte tunlichst die Finger von der Scheibe lassen, allen anderen sei sie wärmstens ans Herz gelegt, denn ANNISOKAY beantworten ein für allemal die vom KING OF POP in seinem Geniestreich „Smooth Criminal“ aufgeworfene Frage: „Annie, are you okay?“ mit einem krachenden ANNI(E) (I)S OKAY!

Stefan Haarmann - Stellvertretender Chefredakteur (Info) (Review 1297x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Coma Blue 
  • Unaware 
  • Good Stories
  • Fully Automatic 
  • Sea Of Trees
  • Innocence Was Here 
  • Humanophobia 
  • End Of The World 
  • Escalators 
  • Private Paradise (feat. Chris Fronzak)
  • One Second 
  • Locked Out, Locked In

Besetzung:

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