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Feral: Flesh For Funerals Eternal (Review)

Artist:

Feral

Feral: Flesh For Funerals Eternal
Album:

Flesh For Funerals Eternal

Medium: CD/Download
Stil:

Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 41:06
Erschienen: 28.12.2018
Website: [Link]

Was soll man in die aktuelle Death-Metal-Szene Eingeweihten noch zu FERAL sagen? Die fünf Schweden demonstrieren einmal mehr lehrbuchmäßig, wie man den Stil in ihrer Heimat einst spielte und damit eine weltweite Welle auslöste, die sich offensichtlich bis heute nicht gelegt hat. Mittlerweile sind die Mitglieder freilich keine Anfänger mehr, die sich von ihren Idolen mitreißen lassen, sondern selbst abgeklärte Veteranen, gleichwohl jung geblieben und mit einem Biss ausgestattet, von dem sich etwa auch die derzeitige Inkarnation von Entombed ein, zwei Scheiben rohes Fleisch abschneiden darf.

Das Artwork von "Flesh For Funerals Eternal", das die unverkennbare Handschrift des Rumänen Costin Chioreanu trägt, passt fast nicht zu dem viehischen Treiben des Quintett, dessen Gitarristen heuer so spielgeil zu sein scheinen wie nie zuvor. Jede Lücke im Klangbild wird mit einem flotten Lead gefüllt, und David Nilsson hat sich zu einem charismatischen Ziegenbock entwickelt, der gut verständlich blökt, während die alten Boss-HM-Verzerrerpedale im Hintergrund sägen und der Bass brummelt, was das Zeug hält.

FERAL klopfen straight auf die Zwölf, ohne lange zu fackeln, ob im punkigen Zweivierteltakt oder auf Dampfwalzen-Modus eingestellt, was oft (beispielsweise in 'Black Coven Secrets') im fließenden Wechsel geschieht. Jedoch gelingen FERAL selbst Midtempo-Nummern wie 'Accursed', das stimmungsvoll mit einem Sample aus dem 1969er Drama-Film "Nacht ohne Zeugen" eingeleitet wird; ausgerechnet hier zocken die Klampfer Lejon und Lindahl auch die denkwürdigsten Riffs der gesamten Scheibe, wenn man vom Bolt-Thrower-verdächtigen 'Buried' kurz vor Schluss absieht.

FAZIT: Mit "Flesh For Funerals Eternal" haben FERAL ihr vorläufiges Referenzwerk abgeliefert. Die Schweden befinden sich locker auf Augenhöhe mit ihren Landsleuten von Ribspreader oder Entrails, der gebotene SweDeath könnte authentischer nicht sein und zeichnet sich anders als bei den meisten Konkurrenten durch eine hohe Songwriting-Qualität aus, die das Album zu einem Dauerbrenner mit Klassiker-Potenzial avancieren lässt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 763x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Vaults Of Undead Horror
  • Black Coven Secrets
  • Gathering Their Bones
  • Dormant Disease
  • Of Gods No Longer Invoked
  • Accursed
  • Horrendous Sight
  • Stygian Void
  • Buried
  • Bled Dry

Besetzung:

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