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Rainbow: Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II (Review)

Artist:

Rainbow

Rainbow: Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II
Album:

Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II

Medium: 3-LP-Set/2CD+DVD
Stil:

Hardrock

Label: Minstrel Hall/Soulfood
Spieldauer: CDs: 135:55 / DVD: 81:00
Erschienen: 06.04.2018
Website: [Link]

Na, das sind doch mal echt sensationelle Neuigkeiten für alle DEEP PURPLE- und ganz speziell natürlich RAINBOW-Fans.
Der edle Ritter Mr. Blackmore hat seine mittelalterliche Musik-Barden-Rüstung namens BLACKMORE‘S NIGHT vorerst einmal an den Nagel gehängt und lässt mit seinem so hoch verehrten und heiß geliebten E-Gitarren-Zaubereien endlich wieder den RAINBOW am Hardrock-Horizont aufgehen.

Bereits das Cover von „Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II“ verrät jedem gestandenen RAINBOW-Kenner, dass bei dieser dicken Box mit zwei CDs und einer Interview-DVD plus Bonus-Clip sowie einem informativen und reichlich bebilderten 20seitigen Booklet ein unmittelbarer Bezug zum RAINBOW-Album „Rising“ aus dem Jahr 1976 hergestellt wird, einem der besten RAINBOW-Alben der kompletten Band-Ära, bei dem Ronnie James Dio als Sänger besonders zu überzeugen wusste. Nun also singt Ronnie Romero (Originalton Blackmore: „Der ist noch besser als der andere Ronnie!“) – Live, ohne doppelten Boden und mit gigantischer Stimme! Mitgeschnitten bei drei Konzerten mit komplett neuem Line-Up im vergangenen Jahr in Großbritannien.

Das Land hat seinen desaströsen Brexit, aber RAINBOW einen gigantischen Aufstieg, der hier nun live in großartiger Qualität festgehalten ist und neben den RAINBOW-Klassikern auch echte DEEP PURPLE-Klassiker, wie „Child In Time“, „Smoke On The Water“, „Lazy“, „Black Night“, selbstverständlich mit ausgiebigem Schlagzeug-Solo, „Perfect Stranger“ und eine grandiose elfminutige Mammut-Version von „Mistreated“ enthält. Vom „Rising“-Album fehlt natürlich auch der RAINBOW-Aushängeschild schlechthin nicht: „Stargazer“ eröffnet mit zehn Minuten in seiner ganzen Live-Schönheit die zweite CD von „Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II“, nachdem das „Over The RAINBOW“-Intro und „Spotlight Kid“ das Hardrock-Feuerwerk der ersten CD entzündete.

Eine der größten Überraschungen dieser dicken Dreifach-Box im Jewelcase ist aber die völlig neue Studio-Version eines RAINBOW-Songs, den natürlich Ronnie Romero, der übrigens zuvor Sänger einer RAINBOW-Coverband war, singt: „Waiting For A Sign“ ist die erste Studio-Single-Veröffentlichung von RAINBOW seit über zwanzig Jahren. Auf dieses Zeichen haben garantiert viele Fans gewartet, auch weil der fünfminutige Song genau die Traditionen aufgreift, die man von einem RAINBOW-Song erwartet: Härte trifft auf eine eingängige Melodie.

Vielleicht werden einige ein wenig darüber enttäuscht sein, dass die DVD nur ganz wenig Musik, dafür aber ausgiebige Interviews – in nicht immer guter Tonqualität – enthält. Allein unter historischem Aspekt macht diese DVD schon Sinn. Denn erstmals erhalten wir hier einen dermaßen umfangreichen Einblick hinter die hardrockigen Spektralfarben von RAINBOW, indem wir ganz offiziell hinter die Kulissen blicken und neben den Musikern auch die beeindruckende Crew sowie jede Menge Backstage-Impressionen erleben dürfen.
Im Bonus-Clip plaudert Blackmore sogar völlig entspannt über seine DEEP PURPLE-Zeit und sein aktuelles Verhältnis zu Ian Gillan.
Und mit dem Musik-Video-Extra von „I Surrender“, bei dem eine Vielzahl von Backstage-Momenten zur Musik zusammengeschnitten wurden, dürfen wir ganz am Ende der DVD auch noch die ersehnte Musik erleben.

FAZIT: Mit „Ritchie Blackmore‘s RAINBOW – Memories In Rock II“ setzen RAINBOW (Wiederbelebt und durch die Fans angestoßen im 2015er Jahr!) ein riesiges Live-Achtungszeichen der Extra-Klasse, das allen Skeptikern und Fans beweist, dass RITCHIE BLACKMORE und seine völlig neu aufgestellte Band live noch immer den Biss von vor über 40 Jahren haben. Gute Nacht, liebe Akustikgitarre, es lebe die blackmoresche E-Gitarre over the RAINBOW!

PS: Und damit sich jeder RAINBOW-Fan davon einen Eindruck verschaffen kann, wie kunterbunt-hardrockig RITCHIE BLACKMORE‘S RAINBOW live wieder leuchtet, darf man sich davon ausschließlich am 18. April 2018 bei einem exklusiven Deutschland-Konzert im Berliner Velodrom überzeugen!

Thoralf Koß (Info) (Review 1467x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • CD 1 (77:37):
  • Over The Rainbow
  • Spotlight Kid
  • I Surrender
  • Mistreated
  • Since You‘ve Been Gone
  • Man On The Silver Mountain / Woman From Tokyo
  • 16th Century Greensleeves
  • Soldier Of Fortune
  • Perfect Strangers
  • Difficult To Cure
  • All Night Long
  • Child In Time
  • CD 2 (58:18):
  • Stargazer
  • Long Live Rock‘n‘Roll / Lazy
  • Catch The Rainbow
  • Black Night
  • Carry On Jon
  • Temple Of The King
  • Smoke On The Water
  • Bonus Track – New 2018 Studio Song
  • Waiting For A Sign
  • DVD = Backstage With RAINBOW 2017 = (81:29):
  • Interviews mit:
  • Ritchie Blackmore
  • Ronnie Romero
  • Jens Johansson
  • Bob Nouveau
  • David Keith
  • Candice Night
  • Lady Lynn
  • Dave David
  • Andreas Bock
  • Michael Bockmühl
  • Bonus Clip
  • I Surrender 2017 – Backstage Clip

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Metalizer
gepostet am: 07.04.2018

Rainbow? Das war mal, früher, vor vielen Jahren, eine richtige Band. Das Projekt "Memories in Rock" ist nichts als eine Geldbeschaffungsmaßnahme. Die Band ist nur zu diesem Zweck zusammengstellt. Ronnie James Dio würde sich im Grab umdrehen, wenn er diese blutleere und seelenlose Scheiße sehen würde. Und traurig, daß es genug Idioten gibt, die das auch noch gut finden und tolle Kritiken schreiben!!!
frego
gepostet am: 10.04.2018

Thoralf! Sag, dass jeder deiner Sätze pure Ironie war!!!
Thoralf Kosß [musikreviews.de]
gepostet am: 10.04.2018

Ganz ehrlich, ihr beiden - natürlich musste ich mich von der Tatsache verabschieden, dass es die "echten" RAINBOW so nicht mehr gibt und es war auch sehr interessant, wie Blackmore und seine Muse die Band zusammengestellt haben (Das erfährt man alles auf der Interview-DVD.) Und was man hier hört (zu sehen ist ja nichts), klingt unter den neuen Bedingungen aus meiner Sicht jedenfalls noch immer spannend und nach RAINBOW. Aber eben nach RAINBOW 30 Jahre später. Gut, das muss man nicht mögen, aber so verteufeln braucht man es auch nicht.
evilknievel
gepostet am: 12.04.2018

Augenscheinlich ist Herr Blackmore nicht mehr in der Lage seine früher vorhandenen Fähigkeiten auf das Griffbrett zu bringen.
Highway Star wurde schon gestrichen, weil zu schnell/komplex, Burn gottseidank weder bei Part 1 noch Part 2 im Programm.
Ronnie Romero verschleudert sein vorhandenes Talent und Jens Johansson ist nicht willens die technischen Unzulänglichkeiten von Ritchie aufzufangen wie es einst Jon Lord bei Tommy Bolin gemacht hat.
Da sich Rainbow in erster Linie durch den Gitarristen identifiziert und daran messen lassen muß, ist der Fremdschämfaktor bei der Darbietung enorm hoch.
Joschi
gepostet am: 16.04.2018

„...Sing me a Song, you are The Singer. Do me a wrong, you are the bringer of evil...“
„... hm hm year yeah..., ...Ride the Tiger..., ...shiny diamonds...“
Mir fehlt irgendwas auf diesem Album, alleine weil ich an RJD erinnert werde...
Hätte Mr. Blackmore nicht auch Dioˋs Köchin engagieren können, dann hätte man das Songrechte-Problem evtl. umgehen können...
Trotzdem cooles Album.
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