Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Reef: Revelation (Review)

Artist:

Reef

Reef: Revelation
Album:

Revelation

Medium: CD/Download
Stil:

Pop / Rock

Label: earMusic / Edel
Spieldauer: 42:25
Erschienen: 01.06.2018
Website: [Link]

Geschlagene 18 Jahre ließ dieser Nachfolger zum REEF-Debüt "Getaway" auf sich warten, und wenn man dem Quartett in Bezug darauf eines zu Lasten legen kann, dann seine endgültige Abkehr vom kantigen Alternative Rock, mit dem es vor der Jahrtausendwende wie nur wenige Acts Erfolge auf breiterer Ebene feierte. "Revelation" ist darum keine Offenbarung, wie der Titel kolportiert, und auch keine vielleicht erhoffte Ersatzdroge für Soundgarden, sondern nur ein gutes Stück Yankee Rock, das leider nicht ohne Klischees auskommt.

Nein, es strotzt sogar davor. Der Gospel Pop der Single 'My Sweet Love' mit Country-Ikone Sheryl Crow dient als Aufhänger des Ganzen und lässt tief blicken … Sänger Gary Stringer ergeht sich hier wie auch anderswo in abgedroschenen Phrasen, die in Hinblick darauf, dass wir es hier mit einer europäischen Band zu tun haben, schlichtweg nicht passen. Es ist, als wollten die Herren auf Gedeih und Verderb Amerikaner sein, doch das ist nicht das eigentlich Bedauernswerte an "Revelation".

Es hapert an den Kompositionen an sich, einer Fülle schablonenhafter Floskeln. Angesichts der gestelzten Härte von 'Precious Metal' und 'Ball And Chain' kratzt man sich am Kopf, nachdem man die teils stoischen Grooves vom Schlage AC/DCs zähneknirschend zur Kenntnis genommen hat, und während der düstere Stomp von 'Just Feel Love' eine ganz andere, passendere Form von Heaviness vermittelt - profunde Schwere im wahrsten Sinn des Wortes - sind es eigentlich souligen Jubelarien wie 'How I Got Over' und 'Darling Be Home Soon', die REEF mittlerweile am besten stehen.

Den halb akustischen Balladen 'First Mistake' und 'Don't Go Changing Your Mind' fehlt hingegen die eine zwingende Idee, und erst zum Schluss gelingt der Band mit dem epischen Doppel aus 'Lone Rider' sowie 'Like A Ship (Without A Sail)' - dieser Chorgesang! - ziemlich große Americana-Kunst.

FAZIT: Ob es an der Pause oder dem umbesetzten Gitarrenposten liegt - REEF 2018 sind im Vergleich zu den 1990ern ein Schatten ihrer selbst, falls man sie bis zuletzt als subversive Band verstanden hat, die den Mainstream mit Rock unterwanderte, der eben nicht von der Stange kam. Unabhängig davon handelt es sich bei "Revelation" um ein solides, aber relativ gesichtsloses Americana-Poprock-Album, das seinen (Chart-)Zweck erfüllen dürfte. Zu wenig für Musiker dieses Formats.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 570x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Revelation
  • My Sweet Love
  • Provide
  • How I Got Over
  • Don’t Go Changing Your Mind
  • Precious Metal
  • Just Feel Love
  • Ball And Chain
  • First Mistake
  • Darling Be Home Soon
  • Lone Rider
  • Like A Ship (Without A Sail)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier ist größer: Ameise, Chihuahua, Blauwal?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!