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Rockpile: Live At Rockpalast (1980) – 2LP + DVD-Set (Review)

Artist:

Rockpile

Rockpile: Live At Rockpalast (1980) – 2LP + DVD-Set
Album:

Live At Rockpalast (1980) – 2LP + DVD-Set

Medium: DVD/Do-LP/Remaster
Stil:

Rock, Rockabilly, New Wave, Rock‘N‘Roll

Label: Repertoire Records
Spieldauer: 123:36
Erschienen: 23.02.2018
Website: [Link]

Es ist schon eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, welche die britische Band ROCKPILE, die die Pub- und New-Wave-Szene der Siebziger mit ihrem Rock‘N‘Roll- und Rockabilly-Sound gehörig aufmischte, zu verzeichnen hat. Denn es war der größte Hit von DAVE EDMUNDS und (s)ein Solo-Album „Rockpile“, auf dem sich seine Nummer-Eins-Single „I Hear You Knocking“ befand, das die Band unter Edmunds‘ Federführung aus dem musikalischen Geburtenkanal zog. So wurde ROCKPILE zum musikalischen Baby von DAVE EDMUNDS, das sich im Januar 1980 live auf der Rockpalast-Bühne wiederfand.

Hinter Edmunds‘ ROCKPILE verbargen sich zugleich hochkarätige Musiker, die bereits bei MAN, LOVE SCULPTURE, BRINSLEY SCHWARZ sowie AMEN CORNER aktiv waren und Edmunds als Frontmann gehörig anfeuerten, wovon auch der einzige ROCKPILE-Rockpalast-Auftritt am 12. Januar 1980 in der Hamburger Markthalle nicht nur auf DVD (Restaurierter und remasterter Konzertmitschnitt in Stereo und 5.1 Dolby), sondern auch einer 180g-Vinyl-Doppel-LP in sehr guter (allerdings Mono) Sound-Qualität (Abbey Road Mastering) gebannt, eine aufschlussreich-klangvolles Zeugnis abgibt. Schon ein Jahr nach ihrem Rockpalast-Auftritt lösten sich ROCKPILE auf, da ihr angestrebter Erfolg nicht in dem Maße eintrat, wie sie es mit Edmunds als Bandleader erhofften.

ROCKPILE waren im Grunde immer in erster Linie eine Band, die für andere Musiker aktiv wurden, selber aber nur für wenig Aufsehen sorgten, da sie viele Songs nur coverten, wie man es auch bei dem Rockpalast-Auftritt zu hören bekommt. Erstmals ging das Quartett 1976 als Vorband von BAD COMPANY unter dem Namen ROCKPILE auf Tournee, waren dann komplett auf der LP-A-Seite von MICKEY JUPPs „Juppanese“ (1978) vertreten, spielten 1979 das Solo-Album „Labour Of Lust“ ihres singenden Bassisten NICK LOWE, der bei dem Rockpalast-Auftritt leider nicht immer den richtigen Ton trifft, und kurze Zeit später das Solo-Album „Repeat When Necessary“ ihres Bandleaders DAVE EDMUNDS ein.
Mit „Seconds Of Pleasure“ veröffentlichten sie dann 1980 endlich ihr erstes und zugleich einziges Studio-Album unter dem Bandnamen ROCKPILE, das in den britischen Top 50 einen Mittelfeldplatz erreichte und mit „Teacher Teacher“ einen kleinen Hit enthielt, der – warum auch immer – auf dem Konzert im Rockpalast fehlt. So verwundert es nicht sonderlich, dass nach der Tournee sich ROCKPILE 1981 auflösten und Musik-Geschichte wurden. Eine Geschichte, die wenig beachtet und ohne großen Erfolge blieb.

Nun also kann man sich die Geschichte direkt auf seinen Plattenteller und in seinen DVD-Player holen, selbst wenn dieses Konzert nicht zu den echten Highlights der Rockpalast-Reihe zählt und auch das Bild in eineigen Kameraeinstellungen sehr rotstichig ist.
Nicht nur für Sammler interessant, auch weil auf dem 180g-Vinyl-Mono-Remaster in den Abbey Road Studios Beachtliches geleistet wurde.

FAZIT: Es war die Band von DAVE EDMUNDS, die als ROCKPILE mit hochkarätigen Musikern Anfang der 80er-Jahre mit Rock‘N‘Roll, Rockabilly, New Wave und vielen Coverversionen ihr musikalisches Glück angingen, das ihnen im Endeffekt verwehrt blieb. Wie viel Feuer aber in ihnen wohnte, kann nun nicht nur bei diesem Rockpalast-Auftritt aus der Hamburger Markthalle vom 12. Januar 1980 angeschaut und angehört werden, sondern auch als hochwertiges Abbey-Road-Remaster auf zwei 180g-Vinyl-Scheiben (allerdings in Mono) im Gatefoldcover mit bedruckten Innenhüllen und LP-großen Einleger samt jeder Menge Infos zu dem Rockpalast-Auftritt über die heimische Musikanlage genossen werden. Nostalgie pur!

Thoralf Koß (Info) (Review 606x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • LP-Seite A (16:28):
  • Sweet Little Lisa (3:41)
  • So It Goes (2:51)
  • I Knew The Bride (When She Used To Rock And Roll) (3:24)
  • Switchboard Susan (3:29)
  • Crawling From The Wreckagen (3:03)
  • LP-Seite B (16:22):
  • Trouble Boys (3:25)
  • Girls Talk (3:45)
  • Three Time Loser (2:53)
  • Born Fighter (2:38)
  • You‘ll Never Get Me Up In One Of Those (3:41)
  • LP-Seite C (14:32):
  • Promised Land (3:40)
  • Queen Of Hearts (3:24)
  • They Call It Rock (3:40)
  • Ju-Ju Man (3:48)
  • LP-Seite D (14:20):
  • Singing The Blues (3:14)
  • Let It Rock / Let‘s Talk About Us (6:58)
  • Down Down Down (aka Feel Like I‘m Goin‘ On) (4:08)
  • DVD (61:54):
  • Sweet Little Lisa
  • So It Goes
  • I Knew The Bride (When She Used To Rock And Roll)
  • Switchboard Susan
  • Crawling From The Wreckage
  • Trouble Boys
  • Girls Talk
  • Three Time Loser
  • Born Fighter
  • You‘ll Never Get Me Up In One Of Those
  • Promised Land
  • Queen Of Hearts
  • They Call It Rock
  • Juju Man
  • Singing The Blues
  • Let It Rock / Let‘s Talk About Us
  • Down Down Down (aka Feel Like I‘m Goin‘ On)

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