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Tusq: The Great Acceleration (Review)

Artist:

Tusq

Tusq: The Great Acceleration
Album:

The Great Acceleration

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative

Label: Eigenvertrieb / Soulfood
Spieldauer: 30:59
Erschienen: 02.11.2018
Website: [Link]

Auf ihrem dritten Album legen TUSQ ein ausgesprochenes Sendungsbewusstsein an den Tag. "The Great Acceleration" beschäftigt sich mit dem Raubbau, den der Mensch an seinem Lebensraum betreibt, und seinem grenzenlosen Streben nach mehr auf allen Ebenen, mit dem er sich mehr schadet als nutzt. Der Zeigefinger wird dabei aber passend zum unaufdringlichen Indie Rock der Gruppe in der Regel nicht allzu oft belehrend erhoben.

Gleichwohl, TUSQ treffen klare Aussagen, die mit einer neuerdings etwas ruppigeren Gangart einhergehen, bedingt nicht zuletzt durch die Produktion von "The Great Acceleration" unter der Leitung von Gordon Raphael, der u.a. den frühen Sound von The Strokes formte. Zur düstereren Atmosphäre der Deutschen passt letztlich auch das Cover der Scheibe im unverkennbaren Stil des New Yorkers Eric Drooker, dessen Arbeiten man etwa auch von den alten … But-Alive-Artworks kennt.

Dass die aus Berlin und Hamburg stammenden Mitglieder, die sich auch in anderen Projekten betätigen, neuerdings mit sozialem Weitblick musizieren, mag daran liegen, wie weit sie dank ihrer Popularität in Vorderasien wie Lateinamerika herumgekommen sind, doch so oder so: die Lieder von Hauptkomponist Uli Breitbach wirken unaffektiert und treffen zweifellos den richtigen Nerv, vor allem im Verbund mit TUSQs abermals einnehmender Musik.

Der Vierer übt eben nicht nur beißende Kritik am vorherrschenden Status quo, sondern macht diesen musikalischen Protest auch tatsächlich genießbar, ja regelrecht unterhaltsam. Stücke wie das eröffnende 'Set Fire', in dem der Plattentitel mitschwingt, oder das flockig antreibende 'Different Planet' verpacken unzweideutige Messages, statt sie dem Hörer penetrant unter die Nase zu reiben, subtil in ein ausgesprochen zuversichtlich klingendes Klangbild … und just diese unterschwellige Art verleiht "The Great Acceleration" eine beispiellose Tiefe, und sei es mit der Konsequenz, dass man den Inhalt nicht mitbekommt, wenn man nur oberflächlich lauscht.

FAZIT: Kraftvoller Indie Rock mit Ecken und Kanten in deutscher Tradition und dennoch unbedingt kosmopolitisch.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2158x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Get Fire
  • Gorilla Syrup
  • Be Happy Now
  • Different Planet
  • Too Close to Call
  • Nothing Is Won
  • The Gang
  • Anyway
  • No Clouds
  • Fading Stars

Besetzung:

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