Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Avantasia: Moonglow (Review)

Artist:

Avantasia

Avantasia: Moonglow
Album:

Moonglow

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Symphonic Metal

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 66:07
Erschienen: 15.02.2019
Website: [Link]

In Fulda rührt sich wieder was. Gut drei Jahre nach seinem bisher letzten Streich schickt sich TOBIAS SAMMET erneut an, mit seinem All-Star Projekt AVANTASIA die Symphonic-Metal Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern und neue Standards zu setzen. „Moonglow“ ist das mittlerweile siebte Studioalbum des EDGUY-Frontmanns, das in schönster AVANTASIA Tradition Gastsänger von Weltruf vor das Mikrofon holt, die ihrerseits Tracks interpretieren, die das Prädikat „Weltklasse“ verdienen.

Moonglow“ startet mit der 10-minütigen Mini-Rockoper „Ghost In The Moon“, die kompositorisch an JIM STEINMAN und seinen Geniestreich „Bat Out Of Hell“ erinnert, dennoch komplett eigenständig bleibt und überaus abwechslungsreich und vielschichtig daherkommt. Tobias Sammet zeigt hier auch gesangstechnisch, wo der Barthel den Most holt, der Signature-Track des Albums und ein grandioser Opener mit alle Finessen, die das Genre ausmachen: Dezentes Piano, bombastische Chöre, große Melodien und prägnante Gitarrensoli.

„Book Of Shallows“ im Anschluss ist das härteste Brett des Albums und bietet ein Power-Metal Intermezzo mit Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) vor dem Mikrofon und krachenden Double-Bass Passagen, die teilweise in Richtung Thrash-Metal abdriften. Ein starkes Stück, das nach fünf Minuten Metal-Riffing den Weg frei macht für „Moonglow“, ein Duett Sammets mit CANDICE NIGHT (BLACKMORE´S NIGHT), die ihren Teil dazu beträgt, die zuckersüße Hook in den Gehirnwindungen der Hörer/Innen zu implementieren. Dass der Titel im Chorus etwas an den Evergreen „Moonlight Shadow“ von MIKE OLDFIELD erinnert – geschenkt.

In der Folge gibt es mit „The Raven Child“ ein weiteres Monument kompositorischer Extraklasse zu hören, das gekonnt den Spagat zwischen balladesken und metallischen Parts vollzieht. Gesanglich glänzen JØRN LANDE (MASTERPLAN, ARK, BEYOND TWILIGHT), HANSI KÜRSCH und SAMMET in einem epischen Parforceritt der, zeitlos schön, sich erst nach mehrmaligem Hören in seiner ganzen Pracht entfaltet.

Danach ist es Zeit, mit RONNIE ATKINS (PRETTY MAIDS) einen weiteren Gastmusikanten vor das Mikro zu holen, der sich mit Sammet den Gesangspart des klassischen Power-Metal Songs „Starlight“ teilt, dessen Chorus sofort zündet und im Ohr bleibt, gefolgt von der Piano dominierten Ballade „Invincible“, die tatsächlich ein weiteres Highlight darstellt, in der sich GEOFF TATE (Ex-QUEENSRŸCHE) in großartiger Form präsentiert und dem Titel Unsterblichkeit einhaucht.

Im Anschluss gibt es mit „Alchemy“ ein weiteres, starkes Epos im Melodic-Metal Format, gefolgt von „The Piper At The Gates Of Dawn“. Das war doch...richtig: der Titel des ersten PINK FLOYD Longplayers, damals noch mit SYD BARRET als federführendem Mastermind, ein Titel, der zurückgeht auf das siebte Kapitel eines Kinderbuchs von KENNETH GRAHAME mit dem Titel „The Wind In The Willows“. Die Gesangsparts teilen sich ERIC MARTIN (MR.BIG), GEOFF TATE, RONNIE AKTINS, JØRN LANDE, BOB CATLEY und TOBIAS SAMMET. Ein weiteres, bahnbrechendes Epos.

„Lavender“ erinnert mit seinem hymnischen Chorus nicht umsonst an MAGNUM, denn dieser Titel wird durch BOB CATLEY (MAGNUM, HARD RAIN) präsentiert, seines Zeichens Lead-Shouter der britischen Melodic-Rocker, während „Requiem For A Dream“ durch MICHAEL KISKE veredelt wird. „Maniac“ (ja, tatsächlich der MICHAEL SEMBELLO Titel aus dem Flashdance-Soundtrack) liefert solide Cover-Kost, die es auf diesem grandiosen Album nicht zwingend gebraucht hätte. Sei es drum – ERIC MARTIN und Sammet im Duett gibt es auch nicht alle Tage und die beiden verleihen dem Titel zumindest ihren eigenen Touch.

FAZIT: „Moonglow“, das siebte Studioalbum um Tobias Sammets All-Star-Band AVANTASIA, liefert herausragendes Material, das auf der anstehenden Welt-Tournee für Begeisterungsstürme sorgen wird. Ein Album, das mit den Durchläufen wächst. Einen Konzertbericht der Show in Oberhausen am 14.04.2019 gibt es demnächst hier auf Musikreviews.de

Stefan Haarmann (Info) (Review 956x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Ghost In The Moon
  • Book Of Shallows
  • Moonglow
  • The Raven Child
  • Starlight
  • Invincible
  • Alchemy
  • The Piper At The Gates Of Dawn
  • Lavender
  • Requiem For A Dream
  • Maniac
  • Heart (Bonustrack)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was legt ein Huhn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!