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Borknagar: True North (Review)

Artist:

Borknagar

Borknagar: True North
Album:

True North

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 59:10
Erschienen: 27.09.2019
Website: [Link]

Drei Jahre brauchten BORKNAGAR für ihren neuen Longplayer, drei Jahre im Zeichen der Standortbestimmung aufgrund von Vintersorgs Ausscheiden hinterm Mikrofon und des Aussortierens zahlreicher neuer Ideen … Am Ende dieser Prozesse steht mit "True North" nun, so floskelhaft es sich anhören mag, ein Stück Musik, das bis zu einem gewissen Grad wie ein Neuanfang wirkt. Nachdem die letzte Platte der Norweger gewissermaßen nostalgisch zurückblickte und bisher Erreichtes Revue passieren ließ, greifen die neuen Texte voraus, künden vom Aufbruch und Triebfeder Øystein G. Bruns ungebrochenem Entwicklungsstreben.

Eingerahmt von zwei Longtracks zu Anfang und kurz vor Schluss entspinnen sich auf "True North" (der Begriff steht im übertragenden Sinn für einen ausgeglichenen Zustand, das "wahre" oder "ideale" Wesen eines jeden Menschen) insgesamt deutlich ruhigere Songs als zuletzt, gewissermaßen in der Tradition von "Urd". Der Opener 'Thunderous' - abwechselnd rasend und getragen mit hintergründigem Klavier sowie fast tänzerischen Streichern, die auf ein erhebendes Ende hinauslaufen - vereint quasi noch die frühen Tage der Gruppe mit ihrem jüngeren Schaffen, aber im Folgenden schlagen BORKNAGAR eine wesentlich andere Richtung ein, die ungefähr bis zum zweiten Epos 'Tidal' beibehalten wird.

Geradezu rockig mutet das Material häufig an, insbesondere während 'Up North' oder 'Wild Father's Heart', aber stets spannend und von jenen waghalsigen Gesangslinien gekennzeichnet, für die man die wieder wichtiger gewordene Arcturus-Stimme Simen "I.C.S. Vortex" Hestnæs liebt oder hasst. Das friedfertige 'The Fire That Burns' ist im Grunde genauso wie später 'Mount Rapture' und zuletzt die von Organist Lars A. Nedland gesungene Volkslied-Adaption reiner Prog (Metal) mit weitgehend unverzerrtem Klangbild und lyrischem Charakter, was die schwarzmetallischen Screams hier und dort allenfalls geringfügig relativieren.

Wohingegen auf dem Vorgänger "Winters Thrice" eine Nummer alle anderen überstrahlte - das Titelstück mit Ex-Sänger Kristoffer Rygg (Ulver) neben den damals noch zwei Frontleuten von BORKNAGAR, deren abgewanderter ebenso wenig vermisst wird wie Langzeit-Gitarrist Jens F. Ryland und Interims-Drummer Baard Kolstad (Leprous, Rendezvous Point) -, …

FAZIT: … ist "True North" aufgrund des anhaltend gleichhohen kompositorischen Niveaus, das die Altgedienten an den Tag legen, das stärkere Album und markiert abgesehen von "The Olden Domain" sowie "The Archaic Course" eine Sternstunde in ihrem Schaffen - vielleicht die wirkliche "Quintessence" anstelle der gleichnamigen Scheibe? Die Erstauflage der CD im Digipak enthätlt übrigens die hörenswerten Demoaufnahmen von 'Wild Father’s Heart' (rein instrumental) und 'Up North' als Boni.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1070x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Thunderous
  • Up North
  • The Fire That Burns
  • Lights
  • Wild Father's Heart
  • Mount Rapture
  • Into The White
  • Tidal
  • Voices

Besetzung:

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