Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Gosto: What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘ (Review)

Artist:

Gosto

Gosto: What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘
Album:

What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Singer/Songwriter, Experimentellem, Pop und Indie-Rock

Label: popup-records/Soulfood/Believe
Spieldauer: 40:55
Erschienen: 05.04.2019
Website: [Link]

Entdecker-Alarm!
GOSTO aus Holland erinnert uns an zwei ganz großartigen Musiker, die durch jeweils einen außergewöhnlichen Song zu echten One-Hit-Wondern wurden, aber trotzdem konsequent ihre einfallsreiche Musik zwischen Singer/Songwriter, Experimentellem, Pop und psychedelischem Indie-Rock mit 70er-Jahre-Vergangenheitsblick fortsetzten.
Vorhang auf für GOSTO, der mit dem herrlich ironischen Album-Titel „What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘“ einen berechtigten Platz zwischen MILOW und GOTYE – nicht nur des ähnlich klingenden Namens wegen – einnimmt. Und allein ein Song wie „Prisoner“ passt zugleich herrlich zwischen „Ayo Technology“ und „Somebody That I Used To Know“, auch wenn er noch nicht ganz deren Durchschlagskraft und Spritzigkeit hat. Etwas Magisches wohnt ihm aber bereits inne.

Der 27-jährige Holländer ROEL VERMEER ist GOSTO und seine Musik klingt wie von einer ganzen Band gespielt, obwohl der Multiinstrumentalist sich in erster Linie ausschließlich auf sein eigenes Können verlässt.
Es breitet sich viel Melancholie, aber auch eine gehörige Portion Humor in seinen 12 Songs aus, die ein sehr ungewöhnliches Eigenleben entwickeln und trotzdem immer wieder Erinnerungen wecken.
Bereits der Einstieg in das Album mit „Twice“ trägt einige 10CC-Momente in sich und der großartige, sehr abwechslungsreiche Gesang von Vermeer führt sogar dazu, dass man die beiden Songs „Best Of Me“ und „Understand Me“ auch locker zwischen den Stücken des ersten PETER GABRIEL-Albums aus dem Jahr 1977 hätte unterbringen können.

Im Promo-Schreiben zu „What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘“ heißt es so schön: „Im neuen GOSTO ist Soul und Sex zu hören: Der perfekte Soundtrack zu einer lauen Sommernacht mit wenig Schlaf.“ Das mit dem Soul und Sex ist zwar etwas übertrieben, aber alles Weitere kann getrost unterschrieben werden, gerade weil viel Songs auch als leidenschaftliche Balladen oder gar kleine Hymnen daherkommen, wie das wunderschön verträumte „Cigarette“, das nicht etwa die Botschaft „Rauchen gefährdet ihr Leben“, sondern einen Liebesvergleich offenbart: „Hold me close like a cigarette / In between your fingertips“.

Die Musik klingt so wie das Cover des Albums erscheint – herrlich altmodisch, aber trotzdem extrem modern, so als würde man ein Poesie-Album mit den farbenfrohsten Klebebildchen verzieren und noch dazu Texte hineinschreiben, die tatsächlich was zu sagen haben und noch immer nach der großen Unbekannten suchen: „Am I falling off the edge / Where Columbus never went / Wher the only solid ground / Is a stranger‘s kiss / Show me the great unknown.“

FAZIT: „What Do You Mean ‚You Need A Colour TV‘“ ist ein herrlich altmodisches und zugleich modernes Pop-Album aus Holland, das garantiert kein musikalischer Käse, sondern eine kleine Entdeckung ist. Mit GOSTO tritt ein Komponist, Texter, Multiinstrumentalist und hervorragender Sänger an, von dem noch ganz Großes im besten Sinne eines GOTYE oder MILOW zu erwarten ist.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 2311x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Twice
  • Best Of Me
  • Cigarette
  • With You
  • Solitaire
  • Prisoner
  • Understand Me
  • I Knew You Better Before
  • The Other Way (feat. Benny Sings)
  • What I It Like
  • The Great Unknown
  • Mess

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Sieben mal sieben sind?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!