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Greensky Bluegrass: All For Money (Review)

Artist:

Greensky Bluegrass

Greensky Bluegrass: All For Money
Album:

All For Money

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Bluegrass

Label: Big Blue Zoo Records
Spieldauer: 61:12
Erschienen: 18.01.2019
Website: [Link]

Bluegrass ist wunderbar wandelbare Musik: Je nach Auffassung und Spielart der Musiker tönt sie beschaulich-antiquiert, oder aber so, als wäre sie erst gestern erfunden worden. Das amerikanische Quintett GREENSKY BLUEGRASS – obwohl seit beinahe zwanzig Jahren unterwegs – pflegt die zweitgenannte Variante und vermischt gekonnt traditionellen Bluegrass mit Elementen aus Country und Folk, ohne dass das Ganze zur charakterlosen Chose wird.

All For Money“ ist das siebte Studioalbum der Band aus Michigan, die sich mit jedem neuen Album etwas stärker vom althergebrachten Bluegrass zu emanzipieren scheint. Dobro-Spieler Anders Beck sagte dazu kürzlich im Interview, dass GREENSKY BLUEGRASS zwar immer noch akustische Musik auf hölzernen Instrumenten spiele, sich inzwischen aber auch einer Menge elektronischer Hilfsmittel bediene.

Die Songstrukturen, die beim Bluegrass in seiner Urform ziemlich verbindlich und recht durchschaubar sind, werden von der Band auf dem neuen Album oft aufgeweicht; nicht so radikal, wie es die PUNCH BROTHERS aus New Yorker tun, aber doch in einer Weise, die zuweilen überrascht und bloß vermuten lässt, in welche Richtung sich das Stück weiterentwickelt.

Bereits der Eröffnungssong „Do It Alone“ weist – nach demonstrativem Einstöpseln und Verstärkerbrummen – mit sphärischem Pendeln zwischen linkem und rechtem Kanal im Mittelpart die Richtung. „Wish I Didn't Know“ fasziniert mit feinen Mandolinenklängen, und „Do Harm“ kommt mit rhythmischem Schlenkern daher.

Auch „All For Money“ gehört zu den auffälligen Songs des Albums, sowohl in textlicher als auch musikalischer Hinsicht. Der Titelsong mit seinem vierminütigen Ausflug in Psychedelic-Gefilde mag mit einem Schmunzeln daherkommen, ohne Tiefsinn ist er nicht. GREENSKY BLUEGRASS beschäftigen sich mit der Frage, wieviel man dem Erfolg unterordnen darf, ohne die Freude am Tun zu verlieren – „Spent too much time looking for the right song to sing, it matters more the love it brings.“

FAZIT: GREENSKY BLUEGRASS stecken seit Jahren althergebrachte Musik in neue Klang-Gewänder. Ihr neues Werk „All For Money“ bewegt sich qualitativ fast auf gleichem Niveau wie ihr bis anhin bestes Album „If Sorrows Swim“ (2014) und ist für aufgeschlossene Bluegrass-Freunde empfehlenswert.

Dieter Sigrist (Info) (Review 440x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Do It Alone
  • Murder of Crows
  • What You Need
  • Ashes
  • Courage For The Road
  • Collateral Damage
  • Like Reflections
  • Cathedral Eyes
  • Wish I Didn't Know
  • It's Not Mine Anymore
  • Do Harm
  • All For Money

Besetzung:

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