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Halls Of Oblivion: Endtime Poetry (Review)

Artist:

Halls Of Oblivion

Halls Of Oblivion: Endtime Poetry
Album:

Endtime Poetry

Medium: CD/Download
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Metalapolis / GerMusica
Spieldauer: 57:09
Erschienen: 14.06.2019
Website: [Link]

Als eine von zig Melodic-Death-Kapellen im Sog von frühen bis mittleren Dark Tranquillity und In Flames sind HALLS OF OBLIVION zwar kein Ausbund an Originalität, spulen ihr Ding aber konsequent und sowohl handwerklich als auch schreiberisch souverän ab. Das Quartett aus der süddeutschen Provinz existiert seit mehr als zehn Jahren, in denen es lediglich eine EP ("The Blind Legion, 2015") veröffentlicht hat, ergo entstand ihr erster Langspieler in vierjähriger Arbeit, was man dem in allen Belangen beflissen in Szene gesetzten Material auch anmerkt.

HALLS OF OBLIVION wecken von Beginn an überdeutliche Assoziationen zu den Schweden um Frontmann Mikael Stanne, weil sie sich nicht vor Keyboards scheuen und über die gesamte Spielzeit hinweg einen wehmütigen Unterton beibehalten, bloß dass Shouter Sebastian Ruf kein annähernd so fesselndes Charisma besitzt wie der Sänger der offensichtlichen Vorbilder der Gruppe. Das ist angesichts der abwechslungsreichen Musik, die er als Gitarrist mitschreibt, nicht weiter verwunderlich und auch nur ein kleiner Schwachpunkt des Albums

Negativ fällt hingegen stärker ins Gewicht, dass sich die enthaltenen Nummern mit fortschreitender Zeit zu stark ähneln; die Refrains werden beliebig, die Arrangements allzu leicht vorhersehbar, und die Musiker dudeln artig mal mehr, mal weniger aufbrausend vor sich hin, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Möglicherweise ist es die grundlegende Vertrautheit dieses Stils, dem man nach all den Jahren in seiner traditionellen Urform nur noch wenige bis gar keine neuen Seiten abgewinnen kann; vielleicht sind HALLS OF OBLIVION aber auch nach einer Dekade noch nicht im Stande, mitreißende Lieder zu komponieren, die über die Pflicht hinaus auch eine Kür bieten.

FAZIT: "Endtime Poetry" ist ein okayes Melodic-Death-Album, das kurzzeitig gefällt, aber schlussendlich stets im Hintertreffen bleiben wird, wenn man vor der Wahl steht, es anstelle eines Genre-Klassikers aus dem Regal zu ziehen. Esprit und Biss sind Dinge, die man als Band entweder hat oder - wie in diesem Fall - nicht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 400x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Vanishing Woods
  • Under The Weeping Willow
  • Last Glance Of The Sun
  • The Servant
  • A Poem Of The End
  • The Walking Death
  • The Final Regret
  • A World Falling Apart
  • The Hypocrite

Besetzung:

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