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Mannequin Pussy: Patience (Review)

Artist:

Mannequin Pussy

Mannequin Pussy: Patience
Album:

Patience

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Post Punk

Label: Epitaph
Spieldauer: 25:31
Erschienen: 02.08.2019
Website: [Link]

Obgleich "Patience" nicht einmal eine halbe Stunde dauert, fühlt man sich im Anschluss daran fast erschlagen. MANNEQUIN PUSSY spielen auch auf ihrem dritten Album ungebrochen fordernde Musik voller Eigensinn, deren Hörer immerzu Backpfeifen und Streicheleinheiten im Wechsel "verabreicht" bekommt, wobei viel mehr dahintersteckt, als man im Allgemeinen hinter dem Etikett "Girl Punk" vermutet, das man dem Quartett aufgeklebt hat.

Die Band um Sängerin Marisa Dabice aus Philadelphia - vielleicht die L7 der Emo-Generation? - zeigt sich auf "Patience" nur unwesentlich kontrollierter als auf dem Vorgänger, wobei die phasenweise naive Intonation der Frontfrau und der kratzige Gitarrensound zwei ihrer Hauptmerkmale bleiben. Das Titelstück drückt etwas irgendwie Hilfloses aus und steht in seiner Stimmung exemplarisch für den Großteil des restlichen Materials, im Besonderen das keine volle Minute lang polternde 'Drunk I' und 'Clams' als richtiggehendes, wenn auch sozusagen krummes Brett

Die Kompositionen wirken etwas sorgfältiger strukturiert; MANNEQUIN PUSSY reißen sich am sprichwörtlichen Riemen, aber nie zu streng, denn Chaos hatte und hat bei ihnen Methode. Dass sich ihre Melodien leichter erschließen lassen als auf ihren beiden bisherigen Langspielern, ist zweifellos erfreulich, wenn man die Entwicklung etwa auf das zuversichtliche 'Drunk II' mit seinem erhebenden Refrain bezieht.

Klingt der bis zu einem gewissen Grad versöhnliche Rauswerfer 'In Love Again' schließlich aus, darf man sich gewiss sein, dass diese Gruppe ihren Weg gehen und spätestens mit ihrem nächsten Album über jegliche Sippenhaft bzw. Kategorisierung erhaben sein wird.

FAZIT: MANNEQUIN PUSSYs dritter Longplayer rückt die Band musikalisch und atmosphärisch in ein ausgeglichenes Licht, wobei ihre sympathische Janusköpfigkeit erhalten bleibt. Passend dazu geht es inhaltlich um verlorene und neue Liebe zugleich, untermalt von Hardcore vom Ruppigsten und energetischem wie energischen Indie Rock. Wer das immer noch zu plakativ emotional findet, muss einen Stein statt eines Herzens in der Brust haben.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 317x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Patience
  • Drunk II
  • Cream
  • Fear/+/Desire
  • Drunk I
  • High Horse
  • Who You Are
  • Clams
  • F.U.C.A.W.
  • In Love Again

Besetzung:

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