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Mojo Jazz Mob: … From Between The Fields (Review)

Artist:

Mojo Jazz Mob

Mojo Jazz Mob: … From Between The Fields
Album:

… From Between The Fields

Medium: CD/Download
Stil:

Alternative Rock

Label: This Charming Man / Cargo
Spieldauer: 47:48
Erschienen: 11.10.2019
Website: [Link]

2009 erschienen unter dem Titel "Westfalenwalze" eine EP, die bezeichnend für den Stil von MOJO JAZZ MOB stand. Die Band, die zwei Jahre zuvor ihr erstes Album vorgelegt hatte, blieb dem Rock speziell der 1970er und 90er auch in ihrer weiteren Entwicklung streng verhaftet, machte aber durch zunehmend stärkere Songs und vor allem Aufsehen erregende Konzerte von sich reden; immerhin sprechen wir von einem Spektakel mit gleich zwei Schlagzeugern, doch die Urgewalt von der Bühne ins Studio zu übertragen, das gelang dem Sextett bisher nicht.

Auch " … From Between The Fields" bricht nicht mit dieser misslichen Tradition, doch dafür wartet die Combo mit einigen der schmissigsten Refrains ihrer bisherigen Laufbahn auf, auch wenn Adrian Busen immer noch kein sonderlich charismatischer Sänger ist. 'Serpent Eyes' legt die Messlatte an zweiter Stelle schon früh sehr hoch an, und obwohl der Sechser sie im Folgenden stets mehr ('der verspielte Longtrack 'Skyhammer') oder weniger knapp (das müde wirkende 'Goddess') reißt, hält er sein gehobenes Niveau bis zum Schluss.

Dort steht mit 'Wolf In Disguise' eine Nummer, die den Münsteraner Haufen zwischen kämpferischem Stampfen und wehmutsvollem Dahinschreiten auf ihren emotionalen Kern herunterbricht. Die regelmäßigen, lässig swingenden Proto Metal-Parts - besonders anschaulich während des Openers 'Ghost Echoes' oder im teils hämmernden, teils im Uptempo groovenden 'Hail Of Bullets' zu hören - machen unterdessen das eigentliche Salz in der Suppe aus. Im Studio gekocht schmeckt diese bei MOJO JAZZ MOB eben nur halb so gut wie bei Gigs.

FAZIT: "… From Between The Fields" markiert für MOJO JAZZ MOB einen vorläufigen kompositorischen Zenit, auf dem die Band allerdings stilistisch stagniert und den erhofften Transfer ihrer in Stein gemeißelten Live-Qualitäten auf einen Tonträger nach wie vor schuldig bleibt. Unabhängig davon gilt es, eine waschechte Institution der nationalen Szene nach Kräften zu unterstützen … denn was nicht ist, kann ja noch werden, richtig?

Andreas Schiffmann (Info) (Review 385x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
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Tracklist:
  • Ghost Echoes
  • Serpent Eyes
  • Goddess
  • Vicious Tongue
  • Warhorse
  • Hail Of Bullets
  • Skyhammer
  • Phoenix
  • Wolf in Disguise

Besetzung:

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