Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Stonebourne: Stonebourne (Review)

Artist:

Stonebourne

Stonebourne: Stonebourne
Album:

Stonebourne

Medium: CD/Download
Stil:

Hardrock

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 20:24
Erschienen: 07.12.2018
Website: [Link]

Eigentlich sollte man Bandnamen mit der Vokabel "stone" mittlerweile verbieten, doch bei STONEBOURNE kommen wir nicht umhin, sowohl die Gruppe selbst als auch ihre Musik sympathisch zu finden. Was die Nürnberger "Ueber-Grunge" nennen, ist letzten Endes ein weiteres Stück klassischer Rock, der im Fall dieser EP jedoch nicht allzu stark auf Vintage gebürstet ist, sondern tatsächlich die "alternativen" 1990er wiederaufleben lässt.

Retro sind STONEBOURNE ergo in keiner Weise - bestenfalls zeitlos, wovon jedes einzelne Stück dieses Kurzformats zeugt. Für den schwelgerischen Opener 'Son Of This Town' wurde auch ein hübsches Video gedreht, mit dem die Band ihre definitive Professionalität hervorkehrt, und die Nummer wäre wirklich ein potenzielle Indie-Chart-Thema. Das Hauptmotiv von 'Riff Raff' hingegen macht dem Titel der Nummer alle Ehre, wohingegen die Strophen einen gebrochenen Mann am Mikro andeuten.

Sowieso strahlt die Combo eine gewisse Melancholie aus, dies jedoch auf konstruktive und kämpferische Art statt resignierend. Während 'Still' geht dann auch zumindest streckenweise die Sonne auf, und 'Slow' wirkt nachgerade versöhnlich nach der düsteren ersten Hälfte. Nicht einmal das wuchtige 'Tattooed' ist eine schnöde Rocker-Hymne oder dergleichen, sondern genauso emotional (und durch die Blume politisch) wie die anderen fünf Volltreffer.

Die Stimme von Frontmann Sven Kartscher: lässt sich grob zwischen dem gealterten James Hetfield von Metallica und Nirvanas Kurt Cobain einordnen, aber der Kerl hat definitiv ein eigenes Charisma, nicht nur wegen seines Hangs zum Seelenstriptease. Wer sich kurz über die Qualitäten des Quartetts kundig machen möchte, tut dies am besten mit dem wehmütigen 'Riding The Snake', dessen Refrain richiggehend aufwühlt.

FAZIT: Bodenständiger Hardrock mit Alternative-Touch für Alteingesessene wie Nachgewachsene, komplett mit raumgreifenden Arrangements, die sich mancher Nullachtfuffzehn-Riff-Schrubber wünschen würde, und entsprechend geistreichen Lyrics - STOUNEBOURNE sind ein uneingeschränkt hörenswerter Newcomer, von dem man hoffentlich auch wirklich bald mehr zu hören bekommt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 643x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Son Of This Town
  • Riding The Snake
  • Riff Raff
  • Still
  • Slow
  • Tattooed

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!