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Atræ Bilis: Divinihility (Review)

Artist:

Atræ Bilis

Atræ Bilis: Divinihility
Album:

Divinihility

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 22:04
Erschienen: 14.08.2020
Website: [Link]

Bei ATRÆ BILIS verpflichtet gewissermaßen die Herkunft: Die Kanadier wandeln in den Fußstapfen ihrer frankophonen Landsleute Gorguts, indem sie kreatürlich ursprünglichen Death Metal mehr oder weniger vollständig generalüberholen. Das Ergebnis bewahrt den aggressiv brutalen Kern der Stilistik, hat aber in Anbetracht einer Fülle von Dissonanzen und bewusst ausgefranster Songstrukturen verhältnismäßig wenig mit der "reinen Lehre" am Hut.

Auch produktionstechnisch erinnert das Quartett an Luc Lemay und Co., aber man könnte auch neuere Pestilence als Vergleichs-Act anführen. Für eine kurze EP gibt "Divinihility" bereits einen ziemlich umfassenden Eindruck der Gruppe wider, wobei sich David Stepanavicius als scheinbar nie versiegender Quell verspielter Riffs und Tremolo-Melodien beweist, die wie der oft als Metapher bemühte Bienenschwarm brummen und sirren.

Nichtsdestoweniger sind sich ATRÆ BILIS nicht zu schade, konsequent über die gesamte Spielzeit eines einzigen Stücks hinweg den Beat zu verschleppen, sodass man etwa bei 'Sulphur Curtain' fast schon von Doom Death sprechen darf. 'Phantom Veins Trumpet' ist hingegen innerhalb kaum mehr als 3 Minuten ein Ausbund an Instrumentaltechnik, in dem sich Griffbrett- und Schlagzeugsport sowie kompositorische Stringenz die Waage halten.

Dass im Zuge dessen dann doch noch andere, eher traditionelle Szene-Bands anklingen, macht die Gruppe umso nahbarer und liebenswürdige. Im Fall dieses Songs sind es Morbid Angel mit ihren zähen Grooves insbesondere zur Zeit von "Covenant", während des schrillen 'Upon the Shoulders of Havayoth' hingegen denkt man an jüngere Erzeugnisse der allgegenwärtigen Cannibal Corpse … auch weil die Vocals stark an deren Frontmann gemahnen.

FAZIT: Technischer Death Metal, der es nicht an Eingängigkeit missen lässt - ATRÆ BILIS gehen mit diesem Kurzformat als kleine, nicht ganz so innovative Brüder von Gorguts durch, die in Zukunft wohl ein schärferes Profil entwickeln werden.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 699x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Gnode
  • Sulphur Curtain
  • Phantom Veins Trumpet
  • Ectopian
  • Upon the Shoulders of Havayoth
  • A Ceremony of Sectioning

Besetzung:

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