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Corecass: Void (Review)

Artist:

Corecass

Corecass: Void
Album:

Void

Medium: CD/Download
Stil:

Dunkle Instrumentals

Label: Golden Antenna
Spieldauer: 24:39
Erschienen: 27.11.2020
Website: [Link]

Hinter CORECASS verbirgt sich eine dunkle, grenzüberschreitende, epische Doom-Welt voller nordischer Natürlichkeit und bedrohlichen Soundlandschaften, die von der Hamburger Multiinstrumentalistin Elinor Lüdde zu ihrem finstren Musikleben erweckt werden.

Sakrale Kirchen-Orgel-Klänge treffen auf kristallklar klingendes, an VOLLENWEIDER erinnerndes, Harfenspiel, während sich bombastische, elektronische Synthesizer-Sounds breitwandig erheben und durch zarte Naturgeräusche vereinnahmt werden, während bereits elektrische Gitarren nach geheimnisvollen Freiräumen suchen und elfengleiche Gesänge ihre finster-mythische Atmosphäre verbreiten.
Lautes Wellenrauschen und leises Wassertropfen sowie unzählige andere natürliche Geräusche sorgen dabei für eine fragile Naturgewalt – nein, das widerspricht sich bei CORECASS definitiv nicht. Selbst Zartes erscheint im dunklen Schleier mit einer tödlichen Sichel in der Hand – doch immer wieder erobert dann die Harfe oder ein Akkordeon den musikalischen Boden zurück und lässt helle Lichtstrahlen herein.

Und sogar das eine, anfangs etwas fremdelnd wirkende, Stück mit etwas verfremdetem, weiblichem Gesang stimmt sich ideal auf den Elinor-Lüdde-Klang-Kosmos ein: „When the silence speaks to me...“

Cineastische Musik zwischen Kirche und finsteren Wäldern, zwischen ANNA VON HAUSSWOLFF und LACRIMOSA, zwischen Harmonie und Dissonanz. Zwischen Genie und Wahnsinn! Eine Reise in die finsteren Abgründe der Seele mit einem ewigen Hoffnungsschimmer auf der Nerven-Autobahn unserer Gehörgänge.

CORECASS spielen auf „Void“ mit den Emotionen des Zuhörers, dass es beinahe beängstigend ist – denn „Void“ geht verdammt tief (in die verborgenen Abgründe).

FAZIT: Ein finsteres Meisterwerk, basierend auf der St. Warener (Müritz) Kirchen-Orgel und Harfe, Naturgeräuschen und Akkordeon sowie Synthies und E-Gitarren. Doom ohne Metal, aber mit Bombast! „Void“ von CORECASS eröffnet uns düstere Klangwelten der Extraklasse, die wie der Soundtrack zu einem Friedhofsfilm klingen, aus dem sich nicht etwa die Zombies, sondern die qualvoll gefangenen Seelen erheben.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 671x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • VOID I
  • Carbon
  • VOID II
  • Amber
  • VOID III
  • Breath

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Void (2020) - 13/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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