Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Harem Scarem: Change The World (Review)

Artist:

Harem Scarem

Harem Scarem: Change The World
Album:

Change The World

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Hard Rock

Label: Frontiers Music Srl.
Spieldauer: 43:59
Erschienen: 06.03.2020
Website: [Link]

HAREM SCAREM gehören seit ihrer Gründung im Jahr 1987 fraglos zu den Urgesteinen des Melodic Hard Rock, deren Einfluss auf das Genre insbesondere an ihrem Debüt-Album „Harem Scarem“ festgemacht werden kann. Eine Demo-CD, die die Band im Jahr 1990 in Eigenregie produzierte, erschien selbst Warner Music stark genug und so wurden die Kanadier kurzerhand unter Vertrag genommen. 1991 erschien das Debüt, das sich in den Kanadischen Charts platzieren konnte.

In der Folgezeit gelangen der Band neben Achtungserfolgen in Japan auch immer wieder Chartplatzierungen in ihrer Heimat, obwohl man 1999 auf die fragwürdige Idee kam, die Band gleichzeitig unter zwei verschiedenen Bandnamen zu fahren. In Kanada hieß die Band ab 1999 RUBBER, im Rest der Welt weiterhin HAREM SCAREM. Im Jahr 2008 gab die Band ihre Auflösung bekannt, reformierte sich aber 2013 und ist seither wieder produktiv. Das nun vorliegende Werk „Change The World“ ist mittlerweile Album Nummer 16, das, soviel sei vorweggenommen, zu den starken Outputs der Kanadier gehört.

Change The World“ als Titel-Track und Opener geht etwas auf Nummer sicher und haut nicht wirklich vom Hocker. Ein solider Einstieg in den Longplayer. Aber dann! „Aftershock“ ist so etwas wie der Weckruf, der ab der ersten Sekunde so richtig zündet. Die Gesangslinie ist zeitlos, der Gesang erinnert an FOREIGNERs Lou Gramm und kommt derart zwingend aus den Boxen, dass man sich unwillkürlich die Frage stellt, ob man solches von HAREM SCAREM nach der Reunion schon einmal kraftvoller gehört hat.

„Searching For Meaning“ macht erfreulicherweise dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Ein weiterer, hochmelodischer Chorus, der sofort im Ohr bleibt, gleiches gilt für „The Death Of Me“, obwohl der Song deutlich progressiver rockt, bevor mit „Mother Of Invention“ eine balladeske Nummer folgt, die tolles Songwriting offenbart, das typisch für Songs aus der Feder von Harry Hess ist.

„No Man´s Land“ würde auch den Kollegen von TEN um Mastermind Gary Hughes gut zu Gesicht stehen, erinnert es vom Gitarren-Riff her an „Last Of The Lovers“ vom „Far Beyond The World“-Album. „In The Unknown“ ist ein weiteres Highlight mit grandioser Strophe und Killer-Chorus, bevor „Riot In My Head“ als schillernde Up-Tempo-Nummer gefällt.
„No Me Without You“ als tolle Power-Ballade, „Fire & Gasoline“ als eckiger Melodic-Rocker und „Swallowed By The Machine“ mit erneutem Hit-Appeal beschließen ein hinreißendes Melodic-Rock-Album, das den Glanz längst vergangen geglaubter Zeiten besitzt.

FAZIT: Harry Hess und HAREM SCAREM sind zurück, stärker, zwingender und kraftvoller als man es den Kanadiern nach mehr als 30 Jahren im Business zugetraut hätte. Ein Album, das ohne Filler an die glorreichen Zeiten der Band Anfang der 1990er anknüpft und zu den stärksten Longplayern der Band gehört, die mit „Change The World“ im Rennen um das Melodic-Rock-Album des Jahres 2020 einen der vorderen Plätze belegen werden.

Stefan Haarmann - Stellvertretender Chefredakteur (Info) (Review 1549x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Change The World
  • Aftershock *
  • Searching For Meaning
  • The Death Of Me
  • Mother Of Invention
  • No Man’s Land *
  • In The Unknown *
  • Riot In My Head
  • No Me Without You
  • Fire & Gasoline
  • Swallowed By The Machine
  • *Anspieltipp

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welche Farbe hat eine Erdbeere?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!