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Jaded Star: Realign (Review)

Artist:

Jaded Star

Jaded Star: Realign
Album:

Realign

Medium: CD/Download
Stil:

Gothic Metal

Label: Noble Demon / Edel
Spieldauer: 38:54
Erschienen: 06.11.2020
Website: [Link]

Wer heute tatsächlich einen Song 'Female Fronted' nennt, beweist Chuzpe, und indem JADED STAR genau das tun sowie einen augenzwinkernd kritischen Text dazu einreichen, zeigen sie zwar Humor, beschwören aber Missverständnisse herauf.

Tatsächlich entspricht die Band um Sängerin Maxi Nil (ehemals Visions Of Atlantis) den Klischees, die man mit dem eigentlich schwachsinnigen Begriff verbindet, nämlich nur bei oberflächlicher Betrachtung. Klar gibt es eine Menge Dancefloor-Keyboards sowie ein paar theatralische Sopran-Einlagen und Growls zu hören ('Breathing Fire', außerdem aber elektronische Einsprengsel in Form von Drum-Loops und umso weniger Anleihen aus der Klassik-Ecke.

Das Ergebnis ist mal metallischer und mal rockiger, wobei die Frontfrau meistens bewusst in mittlerer Lage röhrt wie Doro, statt die exaltierte Diva im Ballkleid zu mimen. 'A Pain All Mine' strahlt an dritter Stelle bereits früh als hellste Perle auf "Realign" - ein waschechter Gothic-Track wie aus den ausklingenden 1990ern, den die jungen Lacuna Coil kaum besser hinbekommen hätten.

Abseits einiger Radio-tauglicher Refrains bemüht sich die Gruppe des weiteren um weitschweifige Melodiebögen und generell weniger konventionelle Strukturen, obwohl sie im Großen und Ganzen am Schema Strophe-Refrain-Strophe festhält. Die seit ihrem letzten Album stark umbesetzte Formation schafft auf diese Weise keinen offensichtlichen Hit, sondern verbindet ihre eindeutiges Faible für Pop vielmehr mit einem kompositorischen Anspruch, der auf sympathische Weise gegen das kommerzielle Kalkül ähnlicher Acts gerichtet zu sein scheint.

FAZIT: Jawohl, JADED STAR sind wirklich "female-fronted", in diesem Rahmen aber eine zweifellos eigenständige Band zwischen mehreren zeitgenössischen Metal-Stühlen. Das Quintett macht es sich auf "Realign" selbst nicht einfach und ist demnach ein Glücksfall für Freunde des nur ein klein wenig anderen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3660x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Female Fronted
  • Breathing Fire
  • A Pain All Mine
  • Maybe
  • Adrian
  • Children Of Chaos
  • Rise Up
  • We're The Heroes ( A Song For Us )
  • Vertigo
  • Higher Than Love

Besetzung:

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